Camerarius an Stramburger, 2. Hälfte 1545

Aus Joachim Camerarius (1500-1574)
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 Briefdatum
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 Briefdatum
Camerarius an Stramburger, 26.07.154726 Juli 1547 JL
Camerarius an Stramburger, 04.10.15474 Oktober 1547 JL
Stramburger an Camerarius, 15.11.154715 November 1547 JL
Werksigle OCEp 0568
Zitation Camerarius an Stramburger, 2. Hälfte 1545, bearbeitet von Manuel Huth, Maximilian Wolter und Vinzenz Gottlieb (14.11.2022), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_0568
Besitzende Institution
Signatur, Blatt/Seite
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1583
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 140-142
Zweitdruck in
Blatt/Seitenzahl im Zweitdruck
Sonstige Editionen
Wird erwähnt in
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Johann Stramburger
Datum 1545
Datum gesichert? nein
Bemerkungen zum Datum ermittelt; im Druck o.D.
Unscharfes Datum Beginn 1545-08-01
Unscharfes Datum Ende 1545-12-14
Sprache Latein
Entstehungsort o.O.
Zielort Leipzig
Gedicht? nein
Incipit Te reversum ad tuos cognovi, et fortasse brevi iterum avocatum iri
Link zur Handschrift
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Paratext zu
Kurzbeschreibung
Anlass
Register Universität (Leipzig); Biographisches (Familie); Biographisches (Trauerfall)
Handschrift unbekannt
Bearbeitungsstand validiert
Notizen
Wiedervorlage ja
Bearbeiter Benutzer:MH; Benutzer:HIWI7; Benutzer:VG
Gegengelesen von Benutzer:US
Datumsstempel 14.11.2022
Werksigle OCEp 0568
Zitation Camerarius an Stramburger, 2. Hälfte 1545, bearbeitet von Manuel Huth, Maximilian Wolter und Vinzenz Gottlieb (14.11.2022), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_0568
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1583
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 140-142
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Johann Stramburger
Datum 1545
Datum gesichert? nein
Bemerkungen zum Datum ermittelt; im Druck o.D.
Unscharfes Datum Beginn 1545-08-01
Unscharfes Datum Ende 1545-12-14
Sprache Latein
Entstehungsort o.O.
Zielort Leipzig
Gedicht? nein
Incipit Te reversum ad tuos cognovi, et fortasse brevi iterum avocatum iri
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Register Universität (Leipzig); Biographisches (Familie); Biographisches (Trauerfall)
Datumsstempel 14.11.2022


Zielort erschlossen

Regest

Er habe gehört, Stramburger sei zu seiner Familie zurückgekehrt, könnte womöglich aber schon bald wieder aufbrechen. Da er nicht wisse, wann er ihn wieder persönlich treffen könnte, habe er ihm also diesen Brief geschrieben.

Er wolle ihm zunächst gratulieren, dass Stramburger eine Tochter bekommen und dass die Mutter (Margarete Mardersteck) die Geburt gut überstanden habe. Er selbst befinde sich aber in tiefer Trauer über den Tod seines einzigen Bruders nach langer Krankheit. Was mit den Dingen und Angelegenheiten seines Bruders und ihrem gemeinsamen Besitz geschehen solle, wisse er nicht und vertraue auf Stramburgers stets treuen Rat.

In letzter Zeit häufe sich für ihn das Unheil. So habe er vor kurzem Bernhard Ziegler beim Erstellen einer Rede geholfen, mit der kürzlich der Rektor (Leonhard Badehorn) empfohlen worden ist. Er wünsche sich, Stramburger hätte anwesend sein können, um all die Aufregung und das Drama zu sehen, dass diese Rede verursacht habe. Danach sei sogar der dominus ordinarius (Ludwig Fachs) informiert worden, woraufhin Camerarius in den Verdacht geraten sei, bei der Zersetzung von Stramburgers Berufsstand mitzuwirken. Es scheine ihm, als sei sein Rat als Zugezogener in der Stadt nicht gefragt. Euripides habe noch gemeint, gerade solche Leute solle man heranziehen.

Camerarius bekräftige, dass nichts an dieser Rede übel gemeint war, und bitte Stramburger um Verteidigung seiner Ehre, falls dieser jemanden Anderweitiges sagen höre. Auch in Zukunft möchte er auf Stramburgers Freundschaft zählen können, wenn er sich auch im Moment erniedrigen müsse.

(Maximilian Wolter)

Anmerkungen zum Datum

  • Hieronymus Camerarius starb zwischen August und November 1545: am 10.11. wird sein Tod erstmals erwähnt (vgl. MBW, Nr. 4063). Da C. sicher vom Tod seines Bruders eher wusste als Melanchthon, kann der Brief schon vor diesem Datum entstanden sein, aber auch etwas später.
  • Laut Regest befand sich Str. zur Abfassungszeit des Briefs in Leipzig. Sein Aufenthalt dort ist belegt für den 15.12.1545 (vgl. PKMS 2, Nr. 821 mit Anmerkungen). Das ist ein möglicher Abfassungszeitpunkt.
    (Hinweis von Torsten Woitkowitz)

Weiterführende Literatur

Woitkowitz 2003a, S. 62 mit Anm. 4 u. S. 69, Anm. 23.