Hessus an Camerarius, 1527-1530 h

Aus Joachim Camerarius (1500-1574)
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Werksigle OCEp 1382
Zitation Hessus an Camerarius, 1527-1530 h, bearbeitet von Jochen Schultheiß (05.01.2020), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_1382
Besitzende Institution
Signatur, Blatt/Seite
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Hessus, Sylvae, 1535
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck Bl. Mm8r-Mm8v
Zweitdruck in
Blatt/Seitenzahl im Zweitdruck
Sonstige Editionen
Wird erwähnt in
Fremdbrief? nein
Absender Helius Eobanus Hessus
Empfänger Joachim Camerarius I.
Datum
Datum gesichert? nein
Bemerkungen zum Datum Das Gedicht muss in der Zeit vor der Edition zu Hessus' Theokrit-Übersetzung entstanden sein.
Unscharfes Datum Beginn 1527
Unscharfes Datum Ende 1530
Sprache Latein
Entstehungsort o.O.
Zielort o.O.
Gedicht? ja
Incipit Carmina Simichidae per nos
Link zur Handschrift
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Paratext zu
Kurzbeschreibung Briefgedicht, in dem Hessus um die Rückgabe seiner Übersetzung zu einem Theokrit-Idyll bittet, die er Camerarius zur Korrektur vorgelegt hatte (neun elegische Distichen).
Anlass
Register Briefe/Briefgedichte
Handschrift unbekannt
Bearbeitungsstand korrigiert
Notizen
Wiedervorlage ja
Bearbeiter Benutzer:JS
Gegengelesen von
Datumsstempel 5.01.2020
Werksigle OCEp 1382
Zitation Hessus an Camerarius, 1527-1530 h, bearbeitet von Jochen Schultheiß (05.01.2020), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_1382
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Hessus, Sylvae, 1535
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck Bl. Mm8r-Mm8v
Fremdbrief? nein
Absender Helius Eobanus Hessus
Empfänger Joachim Camerarius I.
Datum gesichert? nein
Bemerkungen zum Datum Das Gedicht muss in der Zeit vor der Edition zu Hessus' Theokrit-Übersetzung entstanden sein.
Unscharfes Datum Beginn 1527
Unscharfes Datum Ende 1530
Sprache Latein
Entstehungsort o.O.
Zielort o.O.
Gedicht? ja
Incipit Carmina Simichidae per nos
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Kurzbeschreibung Briefgedicht, in dem Hessus um die Rückgabe seiner Übersetzung zu einem Theokrit-Idyll bittet, die er Camerarius zur Korrektur vorgelegt hatte (neun elegische Distichen).
Register Briefe/Briefgedichte
Datumsstempel 5.01.2020


Regest

Hessus habe doch Gedichte des Theokrit (Simichidae poetae, Anm. 1), die von ihm abgeschrieben / übersetzt (Anm. 2) worden seien, Camerarius übergeben, oder nicht? Wenn er die Fragen erhalten und gelesen habe, warum quäle er dann Hessus mit seiner Saumseligkeit? Ein Mädchen wünsche sich nicht in höherem Maße den abwesenden Mann herbei oder ein Schwerstkranker ärztliche Hilfe als Hessus das Antwortschreiben des Camerarius. Hessus befürchte, dass seine Bemühungen für unbedeutend gehalten würden oder dass Camerarius meine, dies sei nur ein Scherz oder irgendjemand aus der Menge schreibe ihm dies. Königliche Zepter, die auch gekrönte Tyrannen fürchten müssten, habe Hessus Camerarius da zu Füßen gelegt. Seine Bitte um ein Antwortschreiben formuliere Hessus nun unter dem heiligen Schutz der Musen, die auch Camerarius als heilig bekannt sein müssten. Wenn Camerarius den Rechtsbereich dieses Heiligtums nicht verlassen wolle, dann solle er, falls es ihm nicht zu schreiben beliebe, persönlich kommen.

(Jochen Schultheiß)

Anmerkungen

  • Anm. 1: Simichdas ist der Sprecher des 7. Idylls. Er wurde seit der Antike (Scholien) häufig mit Theokrit selbst identifiziert (vgl. Nickau, Klaus, Der Name 'Simichidas' bei Theokrit, Hermes 130, 2002, 389-403, hier 389).
  • Anm. 2: Das hier verwendete describo lässt eher vermuten, dass die Theokrit-Verse von Hessus abgeschrieben worden seien. In diesem Fall ginge es Hessus hier um textkritische Probleme zur griechischen Überlieferung. Die dem Gedicht in der Silven-Sammlung von Hessus vorgeschaltete Überschrift Ad eundem ut carmina e Theocrito versa remittat lässt eher auf eine Übersetzung schließen, die Hessus Camerarius vorgelegt hat.

Überlieferung

Das Gedicht ist vermutlich bereits in Hessus, Sylvae, 1533 gedruckt worden.