Camerarius an Mylius, 1535-1540

Aus Joachim Camerarius (1500-1574)
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Werksigle OCEp 0585
Zitation Camerarius an Mylius, 1535-1540, bearbeitet von Manuel Huth (02.08.2019), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_0585
Besitzende Institution
Signatur, Blatt/Seite
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1583
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 170-171
Zweitdruck in
Blatt/Seitenzahl im Zweitdruck
Sonstige Editionen
Wird erwähnt in
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Johann Mylius
Datum
Datum gesichert? nein
Bemerkungen zum Datum ermitteltes Datum: zwischen August 1535 und 27.02.1540 (im Druck o.D.); s. Hinweise zur Datierung
Unscharfes Datum Beginn 1535-08
Unscharfes Datum Ende 1540-02-27
Sprache Latein;Griechisch
Entstehungsort o.O.
Zielort o.O.
Gedicht? nein
Incipit Mirari me putas tantum impensum in apparatus
Link zur Handschrift
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Paratext zu
Kurzbeschreibung
Anlass
Register
Handschrift unbekannt
Bearbeitungsstand korrigiert
Notizen An Korrekturleser:
  • Mir ist unklar, wann er in den Hochschulrat gewählt wurde
  • Von welcher Schrift spricht Camerarius?
  • Welcher Fürst ist gemeint? Georg (Brandenburg-Ansbach-Kulmbach)? Ist der Fürst derselbe wie "Glaukias"?

JS: Zu Ansbach als "benachbarte Stadt" vgl. Camerarius an Carinus, 01.01.1535, mit Anm. 2

Wiedervorlage ja
Bearbeiter Benutzer:MH
Gegengelesen von
Datumsstempel 2.08.2019
Werksigle OCEp 0585
Zitation Camerarius an Mylius, 1535-1540, bearbeitet von Manuel Huth (02.08.2019), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_0585
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1583
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 170-171
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Johann Mylius
Datum gesichert? nein
Bemerkungen zum Datum ermitteltes Datum: zwischen August 1535 und 27.02.1540 (im Druck o.D.); s. Hinweise zur Datierung
Unscharfes Datum Beginn 1535-08
Unscharfes Datum Ende 1540-02-27
Sprache Latein;Griechisch
Entstehungsort o.O.
Zielort o.O.
Gedicht? nein
Incipit Mirari me putas tantum impensum in apparatus
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Datumsstempel 2.08.2019


Hinweise zur Datierung

Aufgrund der Erwähnung des Fürsten (Ulrich von Württemberg) und des Inhaltes in die Tübinger Zeit zu datieren.

  • Terminus post quem: Umzug nach Tübingen im August 1535.
  • Terminus ante quem: Tod des Mylius am 27.02.1540.

Regest

Mylius glaube vielleicht, Camerarius werde sich über die Höhe der (finanziellen) Mittel für die Schulausstattung wundern (es dürfte das Egidiengymnasium gemeint sein). Tatsächlich habe er sich aber überhaupt nicht gewundert, denn man dürfe sich nicht wundern, wenn in diesen Zeiten irgendetwas verkehrt laufe.

Camerarius würde Mylius dafür beglückwünschen, dass der benachbarte Fürst (unbekannt) ein so gutes Verhältnis zur Stadt (Nürnberg) habe, wenn er darauf hoffen könne, dass das Verhältnis von Dauer sei. Aber vermutlich gehe das Camerarius nichts an. Dass der von Michael (Roting) als Glaukias bezeichnete Mann (unklar) bei vielen Menschen als schlecht verrufen sei, wisse er zwar, aber er kenne den Grund dafür nicht. Der Mann führe nämlich ein ehrenhaftes Leben, sei von friedlichem Charakter und hervorragender Bildung. Camerarius habe kein bisschen Schlechtigkeit an ihm erkennen können.

Camerarius sei bereits auf Drängen des Fürsten (Ulrich von Württemberg) zum Mitglied des Hochschulrates (senatus scolasticus) gewählt und berufen worden. Überhaupt müsse man endlich etwas tun. Dann werde es auch gut werden. Andernfalls werde man zumindest ehrenvolle Absichten haben und Gottes Willen ertragen. Wenn man einen kleinen Fortschritt erreicht habe, werde es Camerarius veröffentlichen müssen (nicht identifizierter Druck). In der Vorrede zu diesem Werk werde er Mylius ansprechen. Er wolle nämlich nicht undankbar erscheinen.

Er wisse nicht, warum er so viel Griechisches in diesen Brief schreibe. Aber Mylius müsse ja deswegen nicht gleich zu den Büchern (gemeint sind Griechischlexika) greifen, denn er habe ja seinen (Griechisch-)Lehrer Michael (Roting).

Der Fürst sei auf der Jagd und ersteche Eber, die meisten mehr als fünf Talente schwer. In diesen Freuden finde er Frieden und betäube seine Sorgen und Ängste.

Sonst habe Camerarius nichts zu schreiben.

Lebewohl.

(Manuel Huth)