Camerarius an Wüst, 03.01.15XX

Aus Joachim Camerarius (1500-1574)
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Werksigle OCEp 0587
Zitation Camerarius an Wüst, 03.01.15XX, bearbeitet von Manuel Huth und Maximilian Wolter (19.03.2020), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_0587
Besitzende Institution
Signatur, Blatt/Seite
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1583
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 175-177
Zweitdruck in
Blatt/Seitenzahl im Zweitdruck
Sonstige Editionen
Wird erwähnt in
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Christoph Wüst
Datum
Datum gesichert? nein
Bemerkungen zum Datum 03.01.(o.J.) (3. Non. Jan.)
Unscharfes Datum Beginn
Unscharfes Datum Ende
Sprache Latein
Entstehungsort Leipzig
Zielort o.O.
Gedicht? nein
Incipit Binas a te litteras accepi quarum unas incluserat suis frater meus
Link zur Handschrift
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Paratext zu
Kurzbeschreibung
Anlass
Register
Handschrift unbekannt
Bearbeitungsstand unkorrigiert
Notizen
Wiedervorlage ja
Bearbeiter Benutzer:MH; Benutzer:HIWI7
Gegengelesen von
Datumsstempel 19.03.2020
Werksigle OCEp 0587
Zitation Camerarius an Wüst, 03.01.15XX, bearbeitet von Manuel Huth und Maximilian Wolter (19.03.2020), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_0587
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1583
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 175-177
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Christoph Wüst
Datum gesichert? nein
Bemerkungen zum Datum 03.01.(o.J.) (3. Non. Jan.)
Sprache Latein
Entstehungsort Leipzig
Zielort o.O.
Gedicht? nein
Incipit Binas a te litteras accepi quarum unas incluserat suis frater meus
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Datumsstempel 19.03.2020

ACHTUNG KEIN DATUM GEFUNDEN


Regest

Er habe zwei Briefe von Wüst erhalten, den einen habe er zusammen mit einem Brief seines Bruders bekommen, den anderen habe Wüsts Verwandter überbracht. Dem habe er seine Anstrengungen versprochen. Denn auch wenn der Junge schon einen Lehrer habe, wolle auch er dessen Bildung unterstützen, worum auch Wüst gebeten habe. Was er ihm über Tübingen erzählt habe, habe ihn schwer getroffen, denn er habe dort eine Zeit lang sehr angenehm gelebt. Er mache sich auch um seine Freunde dort Sorgen. Ob er denn wisse, wo ihr Freund Matthias (Garbitius?) sich aufhalte?

Im anderen Briefe frage er, wie es ihm gehe: ihm selbst gehe es recht gut, seine Frau sei schwanger und fühle sich schlapp, und das zu einem sehr schlechten Zeitpunkt. Ansonsten sei es wie bei Theognis: ὡς εὖ μὲν χαλεπῶς, ὡς χαλεπῶς δὲ μάλ’ εὖ (Eleg. 1, 520). Er könne sich vorstellen, welche Schwierigkeiten diese Lebensumstellung zunächst mit sich bringe. Er habe seine bekannte Freiheit (ἐλευθεριότης) einschränken müssen und auch Wein sei nur noch in Maßen zu genießen. Sie kämen aber immer besser mit den Umständen zurecht. Er habe zusammen mit diesem Brief ein Zeugnis (testimonium) versandt und vertraue darauf, dass Wüst es erhalten habe.

Falls er seinen und Camerarius‘ Verwandten Stephan (unbekannt) sähe, solle er ihm sagen, dass, wenn dessen Vater zu Camerarius (nach Leipzig) käme, er eine Gelegenheit finden würde, ein Gespräch über dessen "αἰοχροβιογεροντοσιναμφεία" zu führen. Falls er aber nicht komme, dann wisse er auch nicht, wo man ihn finden könne, und er würde ihn auch nicht mehr gerne zu Gesicht bekommen.

Zuletzt habe er einige Verse aus Euripides abschrieben, die ihm gegen Schmerz und Kummer helfen sollen (Fragment 572). Eine lateinische Übersetzung ist angefügt. Lebewohl.

(Maximilian Wolter)