Hessus an Camerarius, 1527 c

Aus Joachim Camerarius (1500-1574)
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Werksigle OCEp 0017
Zitation Hessus an Camerarius, 1527 c, bearbeitet von Manuel Huth (24.09.2019), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_0017
Besitzende Institution
Signatur, Blatt/Seite
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, De Helio Eobano Hesso, 1553
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck Bl. E3v-E4v
Zweitdruck in
Blatt/Seitenzahl im Zweitdruck
Sonstige Editionen
Wird erwähnt in
Fremdbrief? nein
Absender Helius Eobanus Hessus
Empfänger Joachim Camerarius I.
Datum 1527
Datum gesichert? nein
Bemerkungen zum Datum Jahr mutmaßlich (im Druck o.D.); s. Hinweise zur Datierung
Unscharfes Datum Beginn
Unscharfes Datum Ende
Sprache Latein
Entstehungsort Nürnberg
Zielort Nürnberg
Gedicht? nein
Incipit Est omnino, ut ais, Ioachime labor molestus
Link zur Handschrift
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Paratext zu
Kurzbeschreibung
Anlass
Register
Handschrift unbekannt
Bearbeitungsstand korrigiert
Notizen Hinweise zur Datierung mit Literatur belegen
Wiedervorlage ja
Bearbeiter Benutzer:MH
Gegengelesen von
Datumsstempel 24.09.2019
Werksigle OCEp 0017
Zitation Hessus an Camerarius, 1527 c, bearbeitet von Manuel Huth (24.09.2019), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_0017
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, De Helio Eobano Hesso, 1553
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck Bl. E3v-E4v
Fremdbrief? nein
Absender Helius Eobanus Hessus
Empfänger Joachim Camerarius I.
Datum 1527
Datum gesichert? nein
Bemerkungen zum Datum Jahr mutmaßlich (im Druck o.D.); s. Hinweise zur Datierung
Sprache Latein
Entstehungsort Nürnberg
Zielort Nürnberg
Gedicht? nein
Incipit Est omnino, ut ais, Ioachime labor molestus
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Datumsstempel 24.09.2019


Entstehungs- und Zielort ermittelt.

Hinweise zur Datierung

1527 begann Hessus seine Arbeit an den Theokritübersetzungen.

Regest

Die Arbeit, mit der Camerarius Hessus betraut habe, sei beschwerlich. Auch er habe Probleme mit der Identifizierung der Namen: Über den Eryphylus aus Rhodos habe er auch nichts in Erfahrung bringen können. In seinem Buch gebe es nur einen Emphylus. Wenn er sich nicht unter den ihnen bekannten Rednern befinde, solle Camerarius bei den Antipoden suchen. Hessus habe nicht die Art von Büchern zur Hand, mit der man derartigen Fragen gewöhnlich nachgehe, sonst würde er keine Mühe scheuen. Aber warum quäle sich Camerarius überhaupt mit diesen Stellen? Trotzdem würde Hessus zumindest gern die erste Stelle auflösen. Dass Eriphylus (wohl verdruckt zu Emphylus) hingegen nicht gefunden werden wolle, bereite ihm keine Sorge. Was aber, wenn Camerarius die Lieblinswerke von Schulmeistern, nämlich die die Kommentare des Volaterranus (Raffaello Maffei), zu Rate ziehe? Lache Camerarius nun oder bekomme er Bauchschmerzen? Hessus rede, seinem Beispiel folgend, gegen Plinius, an den sich aber – so Gott wolle – Camerarius gewöhne. Camerarius solle immer wieder sehen, was für einen Mann (sc. Plinius) er verlacht habe. Wenn Hessus Plinius wäre, hätte er vielleicht die Probleme des Camerarius entwirren können, die er nun ungelöst zurückschicke. Wenn Camerarius sie unbedingt gelöst haben wolle, solle er sie mit dem Schwert durchtrennen, auch wenn es keine gordischen Knoten seien und Camerarius nicht Alexander der Große. Sollte Hessus, was ziemlich unwahrscheinlich sei, doch etwas herausfinden, werde er seine Lösung Camerarius schicken. Hessus würde Camerarius ja ermahnen, gerechter mit Plinius umzugehen, wenn Camerarius nicht in seinem letzten Brief Abbitte geleistet hätte. Sollte Camerarius allerdings Plinius weiterhin geringschätzen, solle er zusehen, dass er dabei nicht Cicero beleidige, denn der so viel jüngere Plinius habe ihn zu seinem Schutzherrn bestimmt.

Falls Camerarius ein besseres Theokritexemplar als Hessus habe, möge er es ihm bitte zur Verfügung stellen. Ihn wolle Hessus nämlich angehen, doch nicht ohne „seinen Theseus“ Camerarius. In diesen Tagen wolle er sich den Idyllen widmen. Aber er fürchte, dass Camerarius seine freie Zeit anderweitig verbringen werde. Dass er dies doch nicht tue, liege zwar mehr in Hessus Interesse, aber auch zum Teil in seinem eigenen. Lebewohl. Ein Mann (unbekannt) aus Erfurt habe Hessus an der Vorlesung (praelectio) gehindert, der mit ihm zu seinem Haus gereist sei. Deswegen werde er erst später antworten. Wo wollten sie sich am Abend treffen? Man habe Hessus befohlen, zur vierten Stunde anwesend zu sein, und zur selben Zeit werde Camerarius vermutlich in der Schule sein. Lebewohl.

(Manuel Huth)