Hessus an Camerarius, 1527-1530 b

Aus Joachim Camerarius (1500-1574)
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Werksigle OCEp 0074
Zitation Hessus an Camerarius, 1527-1530 b, bearbeitet von Manuel Huth und Jochen Schultheiß (03.06.2019), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_0074
Besitzende Institution
Signatur, Blatt/Seite
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, De Helio Eobano Hesso, 1553
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck Bl. I3r/v
Zweitdruck in
Blatt/Seitenzahl im Zweitdruck
Sonstige Editionen
Wird erwähnt in
Fremdbrief? nein
Absender Helius Eobanus Hessus
Empfänger Joachim Camerarius I.
Datum
Datum gesichert? nein
Bemerkungen zum Datum o.D. Die Abfassung des Briefes fällt in die Entstehungszeit von Eobans Theokrit-Übersetzung (1527-1530)
Unscharfes Datum Beginn 1527
Unscharfes Datum Ende 1530
Sprache Latein
Entstehungsort Nürnberg
Zielort Nürnberg
Gedicht? nein
Incipit Utcunque Ioachime heri velut impetu quodam in Theocritum relapsus
Link zur Handschrift
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Paratext zu
Kurzbeschreibung
Anlass
Register
Handschrift unbekannt
Bearbeitungsstand korrigiert
Notizen
Wiedervorlage ja
Bearbeiter Benutzer:MH; Benutzer:JS
Gegengelesen von
Datumsstempel 3.06.2019
Werksigle OCEp 0074
Zitation Hessus an Camerarius, 1527-1530 b, bearbeitet von Manuel Huth und Jochen Schultheiß (03.06.2019), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_0074
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, De Helio Eobano Hesso, 1553
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck Bl. I3r/v
Fremdbrief? nein
Absender Helius Eobanus Hessus
Empfänger Joachim Camerarius I.
Datum gesichert? nein
Bemerkungen zum Datum o.D. Die Abfassung des Briefes fällt in die Entstehungszeit von Eobans Theokrit-Übersetzung (1527-1530)
Unscharfes Datum Beginn 1527
Unscharfes Datum Ende 1530
Sprache Latein
Entstehungsort Nürnberg
Zielort Nürnberg
Gedicht? nein
Incipit Utcunque Ioachime heri velut impetu quodam in Theocritum relapsus
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Datumsstempel 3.06.2019


Entstehungs- und Zielort mutmaßlich.

Regest

Der Brief entsteht im Rahmen der Korrespondenz zwischen Hessus und Camerarius über die in Arbeit befindliche Übersetzung der Theokrit-Idyllien durch Hessus. Hessus habe sich am Vortag wie in einem inneren Ansturm wieder dem Theokrit gewidmet und dabei die "Fischer" fertiggestellt. Nun wolle Hessus Camerarius an sein Versprechen erinnern, dass ein Weg gefunden werde, um mit den Resten (reliquiae) oder vielmehr Fragmenten (fragmenta) des Theokrit umgehen zu können. Deshalb bitte er ihn, diesen "goldenen Fisch" (τὸν χρύσεον ἰχθῦν) "gründlich zu inspizieren" (diligenter inspicias). Diesen schicke er ihm wegen seiner "Kostbarkeit" (preciositate) weniger gut "durchgekocht" (decoctum) zu, damit er ihn "immer wieder aufkochen oder braten könne, am ansehnlichen Kamin seiner Begabung" (recoquas iterum atque iterum, vel etiam torreas ad ingenii tui caminum luculentissimum). Hessus fährt in der kulinarischen Metaphorik fort: schließlich soll das Essen den Gästen vorgesetzt werden können. Hessus wolle an dem Essen auch teilnehmen. Wenn nicht Camerarius den Fisch gewürzt habe, stehe zu befürchten, dass er Gift enthalte. Solche Speise wolle Hessus daher nur mit der auctoritas und dem iudicium des Camerarius verspeisen. Hessus schließt mit der Aufforderung an Camerarius, ihm noch heute die "Fischer" zurückzuschicken.

(Jochen Schultheiß)

Anmerkung

Der in der Briefsammlung von 1553 folgende Brief Hessus an Camerarius, 1527-1530 c schließt thematisch unmittelbar an, da Hessus darin um die Rücksendung der "Fische" bittet. Ferner fragt Hessus ebenso in Hessus an Camerarius, 1527-1530 f an, ob dieser ihm seine "Fischer" zurücksenden könne. Camerarius bezieht sich auf das 21. Idyll, vgl. ferner Hessus an Camerarius, 1527-1530 a.