Hessus an Camerarius, 1526-1533 v

Aus Joachim Camerarius (1500-1574)
Wechseln zu: Navigation, Suche


Werksigle OCEp 1374
Zitation Hessus an Camerarius, 1526-1533 v, bearbeitet von Jochen Schultheiß (05.01.2020), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_1374
Besitzende Institution
Signatur, Blatt/Seite
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Hessus, Sylvae, 1535
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck Bl. Mm7r-Mm7v
Zweitdruck in
Blatt/Seitenzahl im Zweitdruck
Sonstige Editionen
Wird erwähnt in
Fremdbrief? nein
Absender Helius Eobanus Hessus
Empfänger Joachim Camerarius I.
Datum
Datum gesichert? nein
Bemerkungen zum Datum Das Gedicht ist wohl wie die anderen der Sammlung in der Zeit entstanden, die Hessus und Camerarius gemeinsam in Nürnberg verbrachten.
Unscharfes Datum Beginn 1526
Unscharfes Datum Ende 1533
Sprache Latein
Entstehungsort o.O.
Zielort o.O.
Gedicht? ja
Incipit Sive est vera tuae ratio
Link zur Handschrift
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Paratext zu
Kurzbeschreibung Briefgedicht über das Verhältnis von Dichtung und eigenem Erleben des Dichters (13 elegische Distichen).
Anlass
Register Briefe/Briefgedichte; Poetik
Handschrift unbekannt
Bearbeitungsstand korrigiert
Notizen
Wiedervorlage ja
Bearbeiter Benutzer:JS
Gegengelesen von
Datumsstempel 5.01.2020
Werksigle OCEp 1374
Zitation Hessus an Camerarius, 1526-1533 v, bearbeitet von Jochen Schultheiß (05.01.2020), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_1374
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Hessus, Sylvae, 1535
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck Bl. Mm7r-Mm7v
Fremdbrief? nein
Absender Helius Eobanus Hessus
Empfänger Joachim Camerarius I.
Datum gesichert? nein
Bemerkungen zum Datum Das Gedicht ist wohl wie die anderen der Sammlung in der Zeit entstanden, die Hessus und Camerarius gemeinsam in Nürnberg verbrachten.
Unscharfes Datum Beginn 1526
Unscharfes Datum Ende 1533
Sprache Latein
Entstehungsort o.O.
Zielort o.O.
Gedicht? ja
Incipit Sive est vera tuae ratio
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Kurzbeschreibung Briefgedicht über das Verhältnis von Dichtung und eigenem Erleben des Dichters (13 elegische Distichen).
Register Briefe/Briefgedichte; Poetik
Datumsstempel 5.01.2020


Regest

Ob sich Camerarius zurecht Klagen vorbringe oder nicht, Hessus wolle, dass der Schmerz, den Camerarius empfinde, wahr sei. Einen Bereich gebe es, in dem Hessus wolle, dass Camerarius Schmerz empfinde. Das Gift (venena) eigener Erfahrung treibe das ingenium an, sei es, dass wir aus eigenen Stücken, sei es, dass wir schicksalsbedingt in eine entsprechende Lage geraten. Wer zu den pierischen Gestaden (=Dichtung) getrieben werde, der gehe dem idalischen Feuer (=Liebesleiden) entgegen. Die Liebe und das Himmlische stünden sich nahe, wie schon Platon gelehrt habe. Bei jemandem, der liebt, flössen die Musen ergiebiger durch die Vene. So werde Camerarius die Liebe besser besingen als jene trübseligen Dinge. Hessus beschreibt die dichterische Liebe als ein "glückliches Brennen" (foeliciter arde). Hessus empfiehlt dies als eine Übungsstätte (palaetra), die Camerarius' würdig sei. Dann kämen die Gedichte von selbst, dem Verliebten werde es anders als einem Stumpfsinnigen (stupidus) nicht an Gedichten mangeln. Schon bald werde Camerarius belehrt (doctus) sein und erkennen, welch glühende Gedichte Venus hervorbringe.

(Jochen Schultheiß)

Überlieferung

Das Gedicht ist vermutlich schon in Hessus, Sylvae, 1533 abgedruckt worden.