Hessus an Camerarius, 15.03.1534

Aus Joachim Camerarius (1500-1574)
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 Briefdatum
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Hessus an Camerarius, 15331533 JL
 Briefdatum
Hessus an Camerarius, 14.05.153414 Mai 1534 JL
Hessus an Camerarius, 06.07.15346 Juli 1534 JL
Hessus an Camerarius, 20.09.153420 September 1534 JL
Werksigle OCEp 0105
Zitation Hessus an Camerarius, 15.03.1534, bearbeitet von Manuel Huth (16.12.2019), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_0105
Besitzende Institution
Signatur, Blatt/Seite
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, De Helio Eobano Hesso, 1553
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck Bl. K8r-L1v
Zweitdruck in
Blatt/Seitenzahl im Zweitdruck
Sonstige Editionen
Wird erwähnt in
Fremdbrief? nein
Absender Helius Eobanus Hessus
Empfänger Joachim Camerarius I.
Datum 1534/03/15
Datum gesichert? ja
Bemerkungen zum Datum Id. Martii
Unscharfes Datum Beginn
Unscharfes Datum Ende
Sprache Latein
Entstehungsort Erfurt
Zielort Nürnberg
Gedicht? nein
Incipit Fateor mi Ioachime, iam diu nihil ad te scribo
Link zur Handschrift
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Paratext zu
Kurzbeschreibung
Anlass
Register Briefe/Wissenschaftlicher Austausch; Biographisches (Stellenangebote und Berufungen)
Handschrift unbekannt
Bearbeitungsstand korrigiert
Notizen
Wiedervorlage ja
Bearbeiter Benutzer:MH
Gegengelesen von
Datumsstempel 16.12.2019
Werksigle OCEp 0105
Zitation Hessus an Camerarius, 15.03.1534, bearbeitet von Manuel Huth (16.12.2019), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_0105
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, De Helio Eobano Hesso, 1553
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck Bl. K8r-L1v
Fremdbrief? nein
Absender Helius Eobanus Hessus
Empfänger Joachim Camerarius I.
Datum 1534/03/15
Datum gesichert? ja
Bemerkungen zum Datum Id. Martii
Sprache Latein
Entstehungsort Erfurt
Zielort Nürnberg
Gedicht? nein
Incipit Fateor mi Ioachime, iam diu nihil ad te scribo
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Register Briefe/Wissenschaftlicher Austausch; Biographisches (Stellenangebote und Berufungen)
Datumsstempel 16.12.2019


Zielort ermittelt.

Regest

Wortreiche Entschuldigung für das lange Schweigen und Beteuerung ihrer Freundschaft.

Der Tod (Georg) Hoppels, über den er aus dem Brief des Camerarius erfahren hatte, habe Hessus sehr getroffen.

Hessus bereue den Stellenwechsel (an die Universität Erfurt) nicht, das Leben in Nürnberg sei allerdings sehr schön gewesen, insbesondere wegen Camerarius und (Hieronymus) Baumgartner.

Hessus habe den clipeus (s. Anm.) des Camerarius beinahe das ganze letzte Jahr hindurch nicht finden können, seit er nicht mehr in Nürnberg sei. Neulich habe ihn seine Frau (Katarina) in irgendeinem Behälter zwischen ihren Sachen (inter mundum muliebrem) entdeckt. Wenn Camerarius es unbedingt wolle, werde er sich Mühe geben, dass der clipeus möglichst bald vollendet werde.

Wer solle in Camerarius' Abwesenheit denn nun der Aristarch des Hessus sein (s. Anm.)? Auch wenn er im Griechischen zumindest nach dem Urteil des Camerarius nicht unbewandert sei, sei Hessus doch zu ängstlich, (um ohne Unterstützung ein Werk zu veröffentlichen). "Macro" (unbekannt; wohl ein Deckname) unterstütze ihn nicht. Einst hatte Hessus eine bessere Meinung von "Macro", aber auch jetzt schätze er ihn sehr, aber nun habe dieser Mann andere Dinge zu tun.

Neulich habe Hessus den Raub der Helena des Colluthus übersetzt. Der Text sei nur an einigen Stellen verderbt gewesen. Er werde Camerarius seine Übersetzung zum Korrekturlesen schicken. Er hätte sie bereits mit dem Boten (unbekannt) aus Verden geschickt, wenn er genug Zeit zum Abschreiben gehabt hätte. In der Zwischenzeit möge ihm Camerarius erklären, wie der Exkurs über das Grab der Phyllis zu verstehen sei, da die Zeitverhältnisse nicht stimmten und die Reise des Paris Griechenland vor dem troianischen Krieg stattgefunden und Phyllis sich nach dem Krieg erhängt hatte.

Camerarius möge möglichst bald auf diesen Brief antworten. Hessus wolle umfassend über seine Situation und seine Pläne informiert werden.

Camerarius solle zurückschreiben, ob er eine Stelle (in Erfurt) mit einem jährlichen Gehalt von 100 Gulden annehmen wolle. Hessus habe seine Fähigkeiten beworben.

Grüße an die Gattin (Anna) des Camerarius und ihre gemeinsamen Freunde Hieronymus Baumgartner, Johann Mylius, Wenzeslaus Linck, Johannes Magenbuch und vor allem Georg von Geuder, der Hessus einen silbernen Becher geschenkt hatte, Sebastian Groß, sowie die übrigen gemeinsamen Bekannten. Grüße auch an Lazarus Spengler.

Erneute Trauer über den Tod Hoppels. Bitte um baldige Antwort. Grüße von Hessus' Gattin an die Gattin des Camerarius. Hessus und seiner Familie gehe es gut.

Hessus habe den Brief nicht noch einmal Korrektur lesen können. Camerarius solle ggf. konjizieren.

(Manuel Huth)

Anmerkungen