Camerarius an Stigel, 15XX a

Aus Joachim Camerarius (1500-1574)
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 Briefdatum
Camerarius an Stigel, 13.08.15XX13 August 1561 JL
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Stigel an Camerarius, 08.1560August 1560 JL
 Briefdatum
Camerarius an Stigel, 15XX b11 Februar 1562 JL
Camerarius an Stigel, 15XX c11 Februar 1562 JL
Camerarius an Stigel, 15XX e11 Februar 1562 JL
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Werksigle OCEp 0456
Zitation Camerarius an Stigel, 15XX a, bearbeitet von Manuel Huth (13.12.2019), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_0456
Besitzende Institution
Signatur, Blatt/Seite
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae doctorum, 1568
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck Bl. V1r-V2r
Zweitdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1583
Blatt/Seitenzahl im Zweitdruck S. 427-428
Sonstige Editionen
Wird erwähnt in
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Johann Stigel
Datum
Datum gesichert? nein
Bemerkungen zum Datum o.D.; ermitteltes Datum: vor dem 11.2.1562 (Tod Stigels)
Unscharfes Datum Beginn
Unscharfes Datum Ende 1562-02-11
Sprache Latein
Entstehungsort o.O.
Zielort o.O.
Gedicht? nein
Incipit Ad tuarum litterarum initium venit in mentem mihi
Link zur Handschrift
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Paratext zu
Kurzbeschreibung
Anlass
Register Briefe/Parallelüberlieferung; Biographisches (Familie)
Handschrift unbekannt
Bearbeitungsstand validiert
Notizen
Wiedervorlage ja
Bearbeiter Benutzer:MH
Gegengelesen von Benutzer:US
Datumsstempel 13.12.2019
Werksigle OCEp 0456
Zitation Camerarius an Stigel, 15XX a, bearbeitet von Manuel Huth (13.12.2019), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_0456
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae doctorum, 1568
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck Bl. V1r-V2r
Zweitdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1583
Blatt/Seitenzahl im Zweitdruck S. 427-428
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Johann Stigel
Datum gesichert? nein
Bemerkungen zum Datum o.D.; ermitteltes Datum: vor dem 11.2.1562 (Tod Stigels)
Unscharfes Datum Ende 1562-02-11
Sprache Latein
Entstehungsort o.O.
Zielort o.O.
Gedicht? nein
Incipit Ad tuarum litterarum initium venit in mentem mihi
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Register Briefe/Parallelüberlieferung; Biographisches (Familie)
Datumsstempel 13.12.2019


Regest

Zum Anfang des letzten Briefes von Stigel kämen ihm folgende Verse des Euripides in den Sinn: "Manchmal ist es besser zu schweigen als zu reden, und manchmal ist es besser zu reden als zu schweigen" (Euripides, Orestes, 638 f.). Dementsprechend müsse man also die Zeiten (in diese beiden Kategorien) unterteilen. Wenn man aber jemanden nicht überreden könne, egal was man sage (nach Sophokles, Philoktet, 1393 f.) gemäß dem Neoptolemos des Sophokles, was könne man dann besseres tun als zu schweigen? Dasselbe wolle also auch Camerarius tun und den Mitmenschen gegenüber schweigen, alles Weitere aber Gott im Gebet anvertrauen und überlassen.

Der Brief (von Stigel?) sei zusammen mit einem anderen Brief des Camerarius verschickt und persönlich von Camerarius' Sohn (nicht identifiziert) an Stigels Schwager Lotter (unbekannt) übergeben worden. Lotter sei ausgerichtet worden, dass er, wenn er einen Brief (an Stigel?) zurückschreiben wolle, dieses Schreiben an Camerarius schicken solle. Aber das habe er nicht getan.

Camerarius teile den Schmerz Stigels (es geht wohl um ein krankes Familienmitglied; s.u.) nicht nur, weil er in Stigel einen wahren und zuverlässigen Freund sehe, sondern weil ihn selbst oft ähnliche Probleme beunruhigten – und zwar sowohl bereits zuvor als auch jetzt, da seine Frau (Anna) nun schon seit fast zehn Monaten erkrankt sei, auch wenn man bereits auf das Ende oder eine Linderung der Krankheit hoffe. Camerarius bete, dass dasselbe bei Stigel geschehe. Ansonsten könne er nichts tun. Sollte es aber doch etwas geben, könne Stigel mit seiner Unterstützung rechnen.

Stigel schreibe nichts Neues, wenn er über die Charakterlosigkeit eines gewissen Mannes (unbekannt) schreibe, dass er sich in viele fremde Angelegenheiten mische. Schon längst wisse Camerarius, dass dieser Mann ein Zungendrescher von der Art des Sisyphos sei. Camerarius meide daher den Umgang mit ihm. Er bleibe seiner Meinung und wolle mit diesem Mann nichts zu tun haben.

Segenswunsch, Lebewohl und Grüße von der Familie.

(Manuel Huth)

Anmerkungen zur Parallelüberlieferung

Die Ausgaben unterscheiden sich nur sehr geringfügig.