Camerarius an Hospinianus, 15XX

Aus Joachim Camerarius (1500-1574)
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Werksigle OCEp 0159
Zitation Camerarius an Hospinianus, 15XX, bearbeitet von Manuel Huth (01.04.2020), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_0159
Besitzende Institution
Signatur, Blatt/Seite
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, De Helio Eobano Hesso, 1553
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck Bl. a6r-a7v
Zweitdruck in
Blatt/Seitenzahl im Zweitdruck
Sonstige Editionen
Wird erwähnt in
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Johannes Hospinianus
Datum
Datum gesichert? nein
Bemerkungen zum Datum o.D.
Unscharfes Datum Beginn
Unscharfes Datum Ende
Sprache Latein
Entstehungsort o.O.
Zielort o.O.
Gedicht? ja
Incipit Cui derivatum formam dedit hospes ad illam
Link zur Handschrift
Regest vorhanden? nein
Paratext ? ja
Paratext zu
Kurzbeschreibung
Anlass
Register Briefgedicht
Handschrift unbekannt
Bearbeitungsstand unkorrigiert
Notizen
Wiedervorlage ja
Bearbeiter Benutzer:MH
Gegengelesen von
Datumsstempel 1.04.2020
Werksigle OCEp 0159
Zitation Camerarius an Hospinianus, 15XX, bearbeitet von Manuel Huth (01.04.2020), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_0159
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, De Helio Eobano Hesso, 1553
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck Bl. a6r-a7v
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Johannes Hospinianus
Datum gesichert? nein
Bemerkungen zum Datum o.D.
Sprache Latein
Entstehungsort o.O.
Zielort o.O.
Gedicht? ja
Incipit Cui derivatum formam dedit hospes ad illam
Regest vorhanden? nein
Paratext ? ja
Register Briefgedicht
Datumsstempel 1.04.2020

ACHTUNG KEIN DATUM GEFUNDEN


Briefgedicht in 79 Hexametern.

Regest

Camerarius schreibe ihm von einem Ort, an dem Menschen jeden Alters, Standes und Geschlechts sich Heilung in den warmen Wassern versprechen. Hier habe ihn ein Übel, das auch Hospinian vielleicht kenne, hergetrieben. In seinen unerträglichen Schmerzen habe er sich vom Wasser Heilung erhofft. Er habe dort viel Zeit zum Nachdenken, und dabei sei ihm aufgefallen, dass er schon seit neun Monaten vergessen habe, auf einige Verse von Hospinian zu antworten. Wenn er doch nur so leicht seine Schulden zurückzahlen könnte wie diese literarische Schuld. Aber jeder solle tun, was er könne. Immerhin habe damals der Bewohner des Helikon-Tals gezeigt, dass man mit Dichung sogar den Göttern ein Opfer bringen könne und wurde zum vates der Mnemosyne. Er halte es aber trotzdem nicht für verkehrt, auch solche eher frivole Verse zu Papier zu bringen, auch wenn andere wesentlich Bedeutenderes verfassen, solange er damit treuen Freunden eine Freude mache und sich die Zeit vertreibe. Und wenn nur das Beste zulässig wäre, dann würden die Götter ja auch nur selten ein Opfer erhalten.

Um aber auf Hospinians Dichtung zu kommen: sie zeigten dessen Ehrgeiz und Talent. Er solle auf diesem Pfad bleiben, das Göttliche verfolgen und Gewinnsucht und falsche Ehren ausschlagen. Auch wenn die Dichtung beim Volk nicht hoch angesehen sei, sei sie doch etwas Göttliches und Tugendhaftes. Er solle außerdem wissen, dass es ihm hier gut gehe und er sich Hoffnung aus dem Wasser mache. Hoffnung sei eine unglaublich starke Kraft. Sie sei es, die Exilanten am Leben halte, die am Kreuz hängende nicht verlasse. Seine ganze Hoffnung sehe er in Gott. Er vertraue, dass dieser das Beste für ihn wolle.

Ansonsten solle er bitte Jakob von ihm grüßen. Lebewohl.

(Maximilian Wolter)