Camerarius an Crato, 25.05.1567

Aus Joachim Camerarius (1500-1574)
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 Briefdatum
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Camerarius an Crato, 22.12.156622 Dezember 1566 JL
 Briefdatum
Camerarius an Crato, 20.11.156720 November 1567 JL
Camerarius an Crato, 25.11.156725 November 1567 JL
Camerarius an Crato, mutmaßlich 15681568 JL
Werksigle OCEp 1188
Zitation Camerarius an Crato, 25.05.1567, bearbeitet von Manuel Huth, Ulrich Schlegelmilch und Anne Kram (15.07.2022), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_1188
Besitzende Institution Wroclaw, UB
Signatur, Blatt/Seite R 246, Bl. 46, Nr. 41
Ausreifungsgrad Original
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1595
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 382-384
Zweitdruck in
Blatt/Seitenzahl im Zweitdruck
Sonstige Editionen
Wird erwähnt in
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Johannes Crato
Datum 1567/05/25
Datum gesichert? nein
Bemerkungen zum Datum Jahr nur im Druck
Unscharfes Datum Beginn
Unscharfes Datum Ende
Sprache Latein
Entstehungsort Nürnberg
Zielort Breslau;Wien
Gedicht? nein
Incipit Dum hic partim volens desideo
Link zur Handschrift http://www.bibliotekacyfrowa.pl/dlibra/docmetadata?id=55576
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Paratext zu
Kurzbeschreibung
Anlass
Register Briefe/Parallelüberlieferung; Biographisches (Reise); Biographisches (Krankheit)
Handschrift gesehen
Bearbeitungsstand korrigiert
Notizen VG, 15.7.22: Die Datierung kollidiert mit Camerarius an Schwendi, 25.05.1567. Letzterer Brief wurde eindeutig in Leipzig geschrieben. Einer von beiden ist falsch datiert.
Wiedervorlage ja
Bearbeiter Benutzer:MH; Benutzer:US; Benutzer:AK
Gegengelesen von
Datumsstempel 15.07.2022
Werksigle OCEp 1188
Zitation Camerarius an Crato, 25.05.1567, bearbeitet von Manuel Huth, Ulrich Schlegelmilch und Anne Kram (15.07.2022), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_1188
Besitzende Institution Wroclaw, UB
Signatur, Blatt/Seite R 246, Bl. 46, Nr. 41
Ausreifungsgrad Original
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1595
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 382-384
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Johannes Crato
Datum 1567/05/25
Datum gesichert? nein
Bemerkungen zum Datum Jahr nur im Druck
Sprache Latein
Entstehungsort Nürnberg
Zielort Breslau;Wien
Gedicht? nein
Incipit Dum hic partim volens desideo
Link zur Handschrift http://www.bibliotekacyfrowa.pl/dlibra/docmetadata?id=55576
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Register Briefe/Parallelüberlieferung; Biographisches (Reise); Biographisches (Krankheit)
Datumsstempel 15.07.2022


Abschrift: Paris, BSG, Ms 1456, Bl. 465v-466v (https://archive.org/details/MS1456). Mutmaßlicher Zielort: Breslau oder Wien.

Regest

Während sich Camerarius hier (in Nürnberg) teilweise freiwillig, teilweise unfreiwillig aufhalte, habe er zwei Briefe von Crato erhalten und zwei an ihn verschickt (OCEp 1190 und OCEp 1187). Aber in Bezug auf Cratos Reisen habe er sich getäuscht. Crato sei jetzt vermutlich beim Kaiser (Maximilian II.). Cratos familiäre Verhältnisse und die privaten Probleme, über die er geschrieben habe, ließen Camerarius Mitleid empfinden. Er bete zu Gott. Er habe bemerkt, dass Crato seine Sorgen im Vergleich zu den Problemen des Staates gering erscheinen. Wortreiche Zeitenklage und Hoffnung auf Gott.

Camerarius habe eigentlich nach Leipzig zurückkehren wollen, aber Einiges habe ihn davon abgehalten. Sein chronisches und unheilbares (Nieren-)leiden mache Reisen sehr beschwerlich. Innerhalb eines Monats wolle er die Reise antreten. Wie er erfahren habe, sei seine Anwesenheit in der Universität (Leipzig) erforderlich. Hier habe er fast die ganze Zeit mit Schreiben verbracht und Geschichten (historica) aus verschiedenen Büchlein gesammelt. Gewöhnlich heiße Crato alle Schriften von Camerarius gut, aber nach der Edition werden sie bestimmt auch anderen gefallen, wenn es überhaupt noch Menschen gebe, die gemäß der pythagoreischen Lehre die Musen für besser als die Sirenen halten. Es habe begonnen, die Narrationes de rebus turcicis auszuarbeiten. Er glaube weder allgemein bekanntes noch nutzloses Wissen gesammelt zu haben. Während er dies schreibe, sei ihm das Bild des neuen türkischen Sultans (Selim II.) gebracht worden. Während er es ansehe, werde er von Trauer über die Vergangenheit und Angst vor der Zukunft erfüllt, wenn er daran denke, welches Unheil diese Barbaren über die Welt brachten. Zeitenklage.

Lebewohl.

(Manuel Huth)

Literatur und weiterführende Links