Sabinus an Camerarius, 09.12.1550

Aus Joachim Camerarius (1500-1574)
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 Briefdatum
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Sabinus an Camerarius, 06.12.15496 Dezember 1549 JL
Sabinus an Camerarius, 28.07.154828 Juli 1548 JL
 Briefdatum
Camerarius an Sabinus, 05.01.15515 Januar 1551 JL
Sabinus an Camerarius, 14.03.155114 März 1551 JL
Sabinus an Camerarius, 22.07.155122 Juli 1551 JL
Werksigle OCEp 1395
Zitation Sabinus an Camerarius, 09.12.1550, bearbeitet von Marion Gindhart (17.12.2019), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_1395
Besitzende Institution
Signatur, Blatt/Seite
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Sabinus, Narratio deliberationis de bello Turcico, 1551
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck Bl. A2r-A3r
Zweitdruck in
Blatt/Seitenzahl im Zweitdruck
Sonstige Editionen
Wird erwähnt in
Fremdbrief? nein
Absender Georg Sabinus
Empfänger Joachim Camerarius I.
Datum 1550/12/09
Datum gesichert? ja
Bemerkungen zum Datum Der Brief datiert: Regiomonte Prussiae. V. Id. Decembris s.a.
Unscharfes Datum Beginn
Unscharfes Datum Ende
Sprache Latein
Entstehungsort Königsberg (Preußen)
Zielort Leipzig
Gedicht? nein
Incipit Mitto tibi elegiam de qua proximis litteris significavi
Link zur Handschrift
Regest vorhanden? ja
Paratext ? ja
Paratext zu Sabinus, Narratio deliberationis de bello Turcico, 1551
Kurzbeschreibung Camerarius solle entscheiden, ob er das von Sabinus übersandte Gedicht dessen "Narratio deliberationis (...) de bello Turcico" voranstelle oder selbst etwas verfasse. Jedenfalls hoffe Sabinus auf eine schnelle Drucklegung und Distribution unter der Aufsicht des Camerarius. Über seinen noch in Königsberg weilenden Sohn Johannes werde Camerarius bald von Christoph Jonas erfahren, um dann weitere Entscheidungen zu treffen.
Anlass
Register Drucklegung; Biographisches (Familie)
Handschrift unbekannt
Bearbeitungsstand validiert
Notizen
Wiedervorlage ja
Bearbeiter Benutzer:MG
Gegengelesen von Benutzer:US
Datumsstempel 17.12.2019
Werksigle OCEp 1395
Zitation Sabinus an Camerarius, 09.12.1550, bearbeitet von Marion Gindhart (17.12.2019), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_1395
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Sabinus, Narratio deliberationis de bello Turcico, 1551
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck Bl. A2r-A3r
Fremdbrief? nein
Absender Georg Sabinus
Empfänger Joachim Camerarius I.
Datum 1550/12/09
Datum gesichert? ja
Bemerkungen zum Datum Der Brief datiert: Regiomonte Prussiae. V. Id. Decembris s.a.
Sprache Latein
Entstehungsort Königsberg (Preußen)
Zielort Leipzig
Gedicht? nein
Incipit Mitto tibi elegiam de qua proximis litteris significavi
Regest vorhanden? ja
Paratext ? ja
Paratext zu Sabinus, Narratio deliberationis de bello Turcico, 1551
Kurzbeschreibung Camerarius solle entscheiden, ob er das von Sabinus übersandte Gedicht dessen "Narratio deliberationis (...) de bello Turcico" voranstelle oder selbst etwas verfasse. Jedenfalls hoffe Sabinus auf eine schnelle Drucklegung und Distribution unter der Aufsicht des Camerarius. Über seinen noch in Königsberg weilenden Sohn Johannes werde Camerarius bald von Christoph Jonas erfahren, um dann weitere Entscheidungen zu treffen.
Register Drucklegung; Biographisches (Familie)
Datumsstempel 17.12.2019


Regest

Sabinus schickt Camerarius die ihm bereits brieflich angekündigte elegia (i.e. die an Albrecht von Preußen gerichtete Praefatio in elegischen Distichen zur "Narratio deliberationis Maximiliani imperatoris Romanorum de bello Turcico"). Falls sie Camerarius nicht gefalle, so solle dieser selbst der "Narratio" entweder ein Proömium in Prosa voranstellen bzw. ganz nach eigenem Belieben verfahren. Camerarius' Hilfe für die Publikation sei jedenfalls höchst willkommen, und Sabinus wünsche sich, dass der in der Offizin (bei Valentin Bapst d.Ä.) 'auf Halde' liegende Text nun bald gedruckt werden könne und zur nächsten Messe erscheine. Er bittet Camerarius, sich um Druck und Distribution zu kümmern und ihm Exemplare des Bändchens sowie Exemplare seiner Elegien und Hendekasyllabi über Danziger Händler zukommen zu lassen, da er von den wenigen Drucken, die nach Königsberg gelangten, keinen erhalten habe.
Christoph Jonas, dem Camerarius seinen Sohn (Johannes) anempfohlen habe, weile noch als Gesandter in Polen. Er werde von ihm seinen Sohn betreffend hören und eventuell seine Pläne ändern (De quo quidem acceptis litteris quas nunc ad te mittit, & oratione nostri civis cognita, fortasse mutabis consilium, A2v).
Sabinus beschwört die gegenseitige Freundschaft, fordert Camerarius auf, ihn über die neuesten Entwicklungen zu informieren, da er einige Gerüchte über seine persönliche Lage und die Lage in Sachsen gehört habe, und kommt erneut auf sein obiges Anliegen zurück. Falls Camerarius selbst etwas Neues veröffentlich habe, solle er ihm dies zukommen lassen. Er richtet Grüße an die Familie und an seine Freunde Bernhard Ziegler und Alexander Alesius aus.

(Marion Gindhart)

Anmerkungen

Sabinus reklamiert die Autorschaft der "Narratio deliberationis Maximiliani imperatoris Romanorum de bello Turcico" explizit für sich (narratio nostra, A2r). Dies scheint also der späteren Zuschreibung Peucers an Melanchthon zu widersprechen. Auch Camerarius rekurriert in seinem Antwortbrief an Sabinus auf die "Narratio" als scriptum tuum.