Hessus an Camerarius, spätestens 11.1530

Aus Joachim Camerarius (1500-1574)
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Werksigle OCEp 0059
Zitation Hessus an Camerarius, spätestens 11.1530, bearbeitet von Manuel Huth (27.11.2019), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_0059
Besitzende Institution
Signatur, Blatt/Seite
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, De Helio Eobano Hesso, 1553
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck Bl. H2v- H3r
Zweitdruck in
Blatt/Seitenzahl im Zweitdruck
Sonstige Editionen
Wird erwähnt in
Fremdbrief? nein
Absender Helius Eobanus Hessus
Empfänger Joachim Camerarius I.
Datum
Datum gesichert? nein
Bemerkungen zum Datum ermitteltes Datum: spätestens November 1530 (im Druck o.D.); s. Hinweise zur Datierung
Unscharfes Datum Beginn
Unscharfes Datum Ende 1530-11
Sprache Latein
Entstehungsort Nürnberg
Zielort Nürnberg
Gedicht? nein
Incipit Ago tibi pro officio tuo gratias mi Ioachime
Link zur Handschrift
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Paratext zu
Kurzbeschreibung
Anlass
Register Werkgenese
Handschrift unbekannt
Bearbeitungsstand korrigiert
Notizen
Wiedervorlage ja
Bearbeiter Benutzer:MH
Gegengelesen von
Datumsstempel 27.11.2019
Werksigle OCEp 0059
Zitation Hessus an Camerarius, spätestens 11.1530, bearbeitet von Manuel Huth (27.11.2019), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_0059
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, De Helio Eobano Hesso, 1553
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck Bl. H2v- H3r
Fremdbrief? nein
Absender Helius Eobanus Hessus
Empfänger Joachim Camerarius I.
Datum gesichert? nein
Bemerkungen zum Datum ermitteltes Datum: spätestens November 1530 (im Druck o.D.); s. Hinweise zur Datierung
Unscharfes Datum Ende 1530-11
Sprache Latein
Entstehungsort Nürnberg
Zielort Nürnberg
Gedicht? nein
Incipit Ago tibi pro officio tuo gratias mi Ioachime
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Register Werkgenese
Datumsstempel 27.11.2019


Entstehungs- und Zielort mutmaßlich.

Hinweise zur Datierung

Nicht allzu lang vor Erscheinung des Drucks "Theokrit, Idyllia, 1530/31", dessen Titelblatt auf November 1530 datiert.

Regest

Hessus danke für das Pflichtbewusstsein des Camerarius. Aber habe er ihm nicht gesagt, er solle nicht solche Ausflüchte gebrauchen? Dass er er die Hilfe des Hessus nicht brauche und selbst alles könne, möge schon so sein, was Hessus allerdings bezweifle, aber Camerarius wisse doch, wie nützlich es sei, Urteile und Meinungen auszutauschen. Deshalb möge sich Camerarius nicht scheuen, von seinen Werken zu berichten und auch Hessus werde davor nicht zurückschrecken. Vielleicht werde der eine dem anderen helfen können (Theoc. 7, 36), wie ihr Theokrit sage. Hessus werde Camerarius seine Theokrit-Übersetzung (s. Anm.) schicken. Er habe sich sehr darüber gefraut, was Camerarius zu den früheren Übersetzungen geschrieben habe. An der Stelle aber, an der Camerarius ihn aufforderte, sich an die Küche (culina) zu erinnern, habe er sofort gemerkt, dass er wieder auf jene Stelle gestoßen sei, die er sich im letzten Jahr schon kaum gewünscht hatte. Bei Gott, wenn Hessus wieder von einer solchen Passage überrascht werde, die ihn (wohl ironisch:) mit so vielen Leckerbissen überschüttet habe. Aber es bestehe keine Gefahr, solange er nicht so unverschämt sei, das zu edieren, woran er sich in dieser Gattung bisher eher unbesonnen als erfolgreich versuche - es sei ja eher ein Versuch als eine vollendete Übersetzung. Beinahe schon acht Tage lang schweife Hessus so unstet umher, dass er nirgends Ruhe finde, und wahrlich "Dein Hessus bringt nichts zu Ende, fängt aber alles an" ("Rem peragit nullam tuus Helius incipit omnes").

Wann müsse Hessus die Widmung der Idyllen abschicken? Der Adressat sthe aber noch gar nicht fest. Wie wäre es, wenn er schreibe: "Da nicht nur einer über deine Tugend spricht, Willibald (Pirckheimer) oder (Lazarus) Spengler oder Joachim (Camerarius) oder..." Aber es sei besser, den begonnen Brief zu beenden. Lebewohl.

(Manuel Huth)

Anmerkungen