Niger an Camerarius, 03.08.1536

Aus Joachim Camerarius (1500-1574)
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 Briefdatum
Camerarius an Niger, 01.06.15361 Juni 1536 JL
Niger an Camerarius, nach dem 15.03.153015 März 1530 JL
 Briefdatum
Niger an Camerarius, 20.08.153620 August 1536 JL
Niger an Camerarius, 12.11.154712 November 1547 JL
Niger an Camerarius, 21.12.155321 Dezember 1553 JL
Werksigle OCEp 0272
Zitation Niger an Camerarius, 03.08.1536, bearbeitet von Ulrich Schlegelmilch und Michael Pöschmann (03.03.2020), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_0272
Besitzende Institution Erlangen, UB
Signatur, Blatt/Seite Trew, Niger Nr. 1
Ausreifungsgrad Original
Erstdruck in Camerarius, Epistolae Eobani, 1561
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck Bl. K8v-L1r
Zweitdruck in
Blatt/Seitenzahl im Zweitdruck
Sonstige Editionen
Wird erwähnt in
Fremdbrief? nein
Absender Antonius Niger
Empfänger Joachim Camerarius I.
Datum 1536/08/03
Datum gesichert? nein
Bemerkungen zum Datum o.J.; ermitteltes Jahr lt. Volger, S. 123; s. auch Hinweise zur Datierung
Unscharfes Datum Beginn
Unscharfes Datum Ende
Sprache Latein
Entstehungsort Padua
Zielort Tübingen
Gedicht? nein
Incipit Incredibili me voluptate affecerunt literae tuae
Link zur Handschrift http://digital.bib-bvb.de/R/?func=collections&collection id=2397&local base=UBE
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Paratext zu
Kurzbeschreibung
Anlass
Register Briefe/Parallelüberlieferung; Biographisches (Krankheit); Epitaphium
Handschrift nicht gesehen
Bearbeitungsstand validiert
Notizen
Wiedervorlage ja
Bearbeiter Benutzer:US; Benutzer:HIWI4
Gegengelesen von Benutzer:MH; Benutzer:US
Datumsstempel 3.03.2020
Werksigle OCEp 0272
Zitation Niger an Camerarius, 03.08.1536, bearbeitet von Ulrich Schlegelmilch und Michael Pöschmann (03.03.2020), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_0272
Besitzende Institution Erlangen, UB
Signatur, Blatt/Seite Trew, Niger Nr. 1
Ausreifungsgrad Original
Erstdruck in Camerarius, Epistolae Eobani, 1561
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck Bl. K8v-L1r
Fremdbrief? nein
Absender Antonius Niger
Empfänger Joachim Camerarius I.
Datum 1536/08/03
Datum gesichert? nein
Bemerkungen zum Datum o.J.; ermitteltes Jahr lt. Volger, S. 123; s. auch Hinweise zur Datierung
Sprache Latein
Entstehungsort Padua
Zielort Tübingen
Gedicht? nein
Incipit Incredibili me voluptate affecerunt literae tuae
Link zur Handschrift http://digital.bib-bvb.de/R/?func=collections&collection id=2397&local base=UBE
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Register Briefe/Parallelüberlieferung; Biographisches (Krankheit); Epitaphium
Datumsstempel 3.03.2020


Hinweise zur Datierung

Es handelt sich um die Antwort auf einen Brief vom 01.06.1536 (vgl. Camerarius an Niger, 01.06.1536).

Regest

Niger freue sich sehr über den Brief des Camerarius wegen der Erwähnungen der alten Freunde (Eobanus) Hessus und (Jakob) Micyllus sowie des mitgeschickten Epitaphs auf (Euricius) Cordus, außerdem weil der Brief ein Zeugnis von Camerarius' Wohlwollen ihm gegenüber sei. Zwar habe er an diesem nie gezweifelt, doch habe es ihn sehr gefreut, den angenehmen "Duft" der Briefe einzuatmen sowie ein lebendiges Abbild (von Camerarius) vor Augen haben zu können, da doch lange Zeit und große Distanz den Briefaustausch verhindert hätten.

Er habe von Camerarius' Umzug zu den Schwaben (i.e. nach Tübingen) erfahren und sei sich ganz sicher, dass es ihm weder am Willen noch an den Fähigkeiten mangeln werde, dort für den Ruhm der Literatur einzutreten. Dass ihm sowie den Seinen dies zum Nutzen gereichen werde, wünscht Niger von ganzem Herzen.

Im Hinblick auf das, was Camerarius über seinen Gesundheitszustand schrieb, sei Niger aufgrund seiner enormen Verehrung für ihn sehr betrübt. Er hoffe auf gute Besserung, wenn Camerarius auf den Rat des (Johannes) Meckbach und der anderen Ärzte hin das Bad aufsuche und den geistigen auch körperliche Übungen vor dem Frühstück und Abendessen hinzufüge. Diese seien für eine beständige Gesundheit unabdingbar. Unablässige Studien stünden nämlich auf wunderliche Weise der körperlichen Gesundheit im Wege und schwächten sie unmerklich. Folglich solle sich Camerarius bemühen, den Geist von den Studien freizustellen und einige Mühe auf seinen Körper zu verwenden.

Wie er gehört habe, werde (Johannes) Sinapius im Herbst zu Camerarius (i.e. nach Tübingen) kommen. Wenn es Sinapius gelänge, die angebotene Stelle (an der Universität Tübingen) abzulehnen, und wenn man Niger zu guten Konditionen (dorthin) berufen sollte, dann werde er sich gern den Schwaben anschließen, um ihre alte Freundschaft wieder aufleben lassen, und weil er ein Leben an einer Universität anstrebe (gymnasiorum, in quibus vehementer vivere amo, cupiditate adductus).

Segenswunsch und Gruß an Erhard Schnepff und den Doktor Johannes, den Leibarzt des Fürsten (Ulrich von Württemberg), wenn er in Tübingen sei.

(Michael Pöschmann)

Literatur und weiterführende Links