Hessus an Camerarius, nach 05.12.1527

Aus Joachim Camerarius (1500-1574)
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 Briefdatum
Camerarius an Hessus, 14.09.152714 September 1527 JL
Hessus an Camerarius, 08.1527-05.1528August 1527 JL
Camerarius an Hessus, 01.06.15271 Juni 1527 JL
 Briefdatum
Hessus an Camerarius, 31.12.152631 Dezember 1527 JL
Hessus an Camerarius, 05./06.15281528 JL
Hessus an Camerarius, spätestens 08.1528August 1528 JL
Werksigle OCEp 0053
Zitation Hessus an Camerarius, nach 05.12.1527, bearbeitet von Manuel Huth (01.04.2019), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_0053
Besitzende Institution
Signatur, Blatt/Seite
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, De Helio Eobano Hesso, 1553
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck Bl. G6v-G7r
Zweitdruck in
Blatt/Seitenzahl im Zweitdruck
Sonstige Editionen
Wird erwähnt in
Fremdbrief? nein
Absender Helius Eobanus Hessus
Empfänger Joachim Camerarius I.
Datum
Datum gesichert? nein
Bemerkungen zum Datum mutmaßliches Datum: kurz nach dem 05.12.1527 (im Druck o.D.); s. Hinweise zur Datierung
Unscharfes Datum Beginn 1527-12-05
Unscharfes Datum Ende
Sprache Latein
Entstehungsort Nürnberg
Zielort Nürnberg
Gedicht? nein
Incipit Si tu non ignoras Ioachime
Link zur Handschrift
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Paratext zu
Kurzbeschreibung
Anlass
Register Biographisches (Familie)
Handschrift unbekannt
Bearbeitungsstand korrigiert
Notizen MH: Bei Gelegenheit das erwähnte Gedicht identifizieren, Kolde lesen und Datierung nochmal prüfen
Wiedervorlage ja
Bearbeiter Benutzer:MH
Gegengelesen von
Datumsstempel 1.04.2019
Werksigle OCEp 0053
Zitation Hessus an Camerarius, nach 05.12.1527, bearbeitet von Manuel Huth (01.04.2019), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_0053
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, De Helio Eobano Hesso, 1553
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck Bl. G6v-G7r
Fremdbrief? nein
Absender Helius Eobanus Hessus
Empfänger Joachim Camerarius I.
Datum gesichert? nein
Bemerkungen zum Datum mutmaßliches Datum: kurz nach dem 05.12.1527 (im Druck o.D.); s. Hinweise zur Datierung
Unscharfes Datum Beginn 1527-12-05
Sprache Latein
Entstehungsort Nürnberg
Zielort Nürnberg
Gedicht? nein
Incipit Si tu non ignoras Ioachime
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Register Biographisches (Familie)
Datumsstempel 1.04.2019


Entstehungsort "ἐκ τῶν βασιλείων".

Hinweise zur Datierung

Der Brief nimmt auf das Schicksal des Hieronymus Camerarius Bezug, der Anfang 1527 vom Bamberger Bischof ohne Angabe von Gründen zur Haft verurteilt worden war. Am 05.12.1527 wurde seine Haft in Hausarrest umgewandelt, wofür er eine Urfehde schwören musste (ausführlich dazu Kolde 1911).

Regest

Falls Camerarius genau wisse, wie es um seinen Bruder (Hieronymus) bestellt sei, warum habe er dann, als Hessus gestern fragte, nicht gesagt, was er getan hatte. Hessus habe nämlich die ganze Zeit über Camerarius' Sorgen bezüglich seines Bruders geteilt. Falls Camerarius aber nicht wisse, wie es um seinen Bruder bestellt sei, dann werde er eine zuverlässige Nachricht bei Hessus zu Hause vorfinden, über die sich Hessus so gefreut habe, dass er ganz ausgelassen sei, auch wenn, wie er höre, die Bedingungen für den Bruder ungerecht, zurückzuweisen und traurig seien. Da dieses Schicksal (sc. Hausarrest) besser sei als das andere (Kerkerhaft), freue sich Hessus, dass Camerarius nun von dieser Last befreut sei, so dass er sich endlich ungehinderter mit Hessus abgeben könne. Jetzt werde Hessus ihn nämlich nicht so sehr durch Schachspiel als durch griechische Unterhaltungen und Reisen in Anspruch nehmen, damit ihnen diese Lebensweise nicht verlorengehe und ihr Griechischstudium (auch für andere) ersichtlich sei. Aber er wolle ein andermal mit Camerarius scherzen.

Falls möglich, solle Camerarius ihn heute treffen, er brauche Camerarius' Rat in einer schwierigen, d.h. natürlich "königlichen" Angelegenheit (s. Anm.).

Lebewohl.

Den Hendekasyllaben des Camerarius (nicht identifiziertes Werk) werde Hessus ein andermal antworten.

(Manuel Huth)

Anmerkungen

  • "d.h. natürlich "königlichen" Angelegenheit": Hessus bezeichnete sich oft scherzhaft selbst als König.