Hessus an Camerarius, 1527-1530 o

Aus Joachim Camerarius (1500-1574)
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Werksigle OCEp 0171
Zitation Hessus an Camerarius, 1527-1530 o, bearbeitet von Ulrich Schlegelmilch und Manuel Huth (27.05.2019), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_0171
Besitzende Institution
Signatur, Blatt/Seite
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae Eobani, 1557
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck Bl. D6r/v
Zweitdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1583
Blatt/Seitenzahl im Zweitdruck S. 385-386
Sonstige Editionen
Wird erwähnt in
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Helius Eobanus Hessus
Datum
Datum gesichert? nein
Bemerkungen zum Datum ermitteltes Datum: zwischen 1527 und 1530 (im Druck o.D.); s. Hinweise zur Datierung
Unscharfes Datum Beginn 1527
Unscharfes Datum Ende 1530
Sprache Latein
Entstehungsort Nürnberg
Zielort Nürnberg
Gedicht? nein
Incipit Quod scripsisti de tuo ἐν ταῖς ἀδωνιαζούσαις studia ac solicitudine
Link zur Handschrift
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Paratext zu
Kurzbeschreibung
Anlass
Register Briefe/Parallelüberlieferung
Handschrift unbekannt
Bearbeitungsstand korrigiert
Notizen
Wiedervorlage ja
Bearbeiter Benutzer:US; Benutzer:MH
Gegengelesen von
Datumsstempel 27.05.2019
Werksigle OCEp 0171
Zitation Hessus an Camerarius, 1527-1530 o, bearbeitet von Ulrich Schlegelmilch und Manuel Huth (27.05.2019), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_0171
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae Eobani, 1557
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck Bl. D6r/v
Zweitdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1583
Blatt/Seitenzahl im Zweitdruck S. 385-386
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Helius Eobanus Hessus
Datum gesichert? nein
Bemerkungen zum Datum ermitteltes Datum: zwischen 1527 und 1530 (im Druck o.D.); s. Hinweise zur Datierung
Unscharfes Datum Beginn 1527
Unscharfes Datum Ende 1530
Sprache Latein
Entstehungsort Nürnberg
Zielort Nürnberg
Gedicht? nein
Incipit Quod scripsisti de tuo ἐν ταῖς ἀδωνιαζούσαις studia ac solicitudine
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Register Briefe/Parallelüberlieferung
Datumsstempel 27.05.2019


Entstehungs- und Zielort ermittelt.

Hinweise zur Datierung

Der Brief ist mutmaßlich während der Abfassungszeit von Hessus' Theokritübersetzung (1527-1530) entstanden, wie die Erwähnung des 15. Idylls nahelegt.

Regest

Camerarius habe den Brief des Hessus über seine Arbeit und seine Sorgen wegen der Adoniazusen (s. Anm.) gestern erhalten, als sein affinis (unbekannt; wohl sein Schwager) gerade anwesend war. Entschuldigung für die verzögerte Antwort. Gemeinsam werden Camerarius und Hessus alle Schwierigkeiten überwinden. Aber auch er habe solche Schwierigkeiten von diesen "Weibern" nicht erwartet. Er werde bald zu Hessus kommen und sich mit ihm beratschlagen.

Es sei vernünftig, dass Hessus nicht wolle, dass Camerarius seine Meinung zu seinen σχόλια nicht schriftlich darlege, nicht weil Camerarius schriftlich mehr zu schmeicheln pflege - vielmehr urteile er schriftlich notwendigerweise freier, wie viele andere auch, da ein Brief ja nicht erröten könne -, sondern weil man achtgeben müsse, dass ein zu langer Brief keinen Verdruss errege oder widerwillig gelesen werden müsse. Er werde also tun, was Hessus wolle und die Sache persönlich mit ihm besprechen. Doch wozu? Wenn Hessus schon diese Studien nicht für seiner Person unwürdig halte, warum solle Camerarius ihm dann nicht gleich ganz knapp darlegen, was er denke? Nicht nur die Sache an sich, die vermutlich niemand kritisieren könne, sondern auch der Plan des Hessus gefalle ihm sehr gut. Immer schon sei er der Meinung gewesen, dass all jene Werke zurecht herausgegeben würden, die dem Leser größten Nutzen brächten. Hessus könne nun den Ruhm, den er bereits in einer anderen Gattung (gemeint ist wohl die Dichtung) erworben habe, nun leicht noch vermehren. Wenn sich, wie schon gesagt, Hessus zu solchen Studien herablasse, werde ihm vielleicht weniger sein herausragendes Talent, das er in dieser Gattung nicht entfalten könne, sondern seine Leidenschaft für ihre Studien die Gunst und Bewunderung aller anständigen Männer einbringen, und dennoch werde er sich Ruhm für sein Talent erwerben, (es folgt ein Vers:) weil es auch kleinen Dingen Ehre bringen konnte.

Lebewohl.

(Manuel Huth)

Anmerkungen