Camerarius an Vettori, 15.08.1568

Aus Joachim Camerarius (1500-1574)
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 Briefdatum
Vettori an Camerarius, 23.07.156823 Juli 1568 JL
Vettori an Camerarius, 25.01.156825 Januar 1568 JL
Camerarius an Vettori, 05.06.15665 Juni 1566 JL
 Briefdatum
Camerarius an Vettori, 21.09.156821 September 1568 JL
Vettori an Camerarius, 16.10.156816 Oktober 1568 JL
Camerarius an Vettori, 10.11.156810 November 1568 JL
Werksigle OCEp 1252
Zitation Camerarius an Vettori, 15.08.1568, bearbeitet von Manuel Huth, Maximilian Wolter und Vinzenz Gottlieb (31.07.2022), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_1252
Besitzende Institution
Signatur, Blatt/Seite
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1595
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 488-489
Zweitdruck in
Blatt/Seitenzahl im Zweitdruck
Sonstige Editionen
Wird erwähnt in
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Pietro Vettori
Datum 1568/08/15
Datum gesichert? nein
Bemerkungen zum Datum Die 15. Mens. Sextil.
Unscharfes Datum Beginn
Unscharfes Datum Ende
Sprache Latein
Entstehungsort Leipzig
Zielort o.O.
Gedicht? nein
Incipit Victor Pasbicius, qui tuas literas una cum libro attulit
Link zur Handschrift
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Paratext zu
Kurzbeschreibung
Anlass Achtzigjähriger Krieg (1568-1648);Briefe/Wissenschaftlicher Austausch
Register
Handschrift unbekannt
Bearbeitungsstand validiert
Notizen [[Notizen::VG, 27.4.22:
  • Das Jahr ist nicht sicher: Wenn das erwähnte Buch die Variae lectiones sind (was aus dem Brief nicht hervorgeht), ist 1569 wahrscheinlicher. Auffällig ist, dass die Wienreise nicht erwähnt ist. Am 15.08.1568 wäre C. mitten in den Reisevorbereitungen oder schon unterwegs (19.8. Ankunft in Rothenhaus). Der Krieg in Phrysia wird der Achtzigjährige Krieg sein, was sowohl 1568 als auch 1569 betreffen kann. Die Einfälle der Russen (Russisch-Türkischer Krieg, vgl. Wolter, S. 60) geben bisher keinen Hinweis.
  • Antwort auf Vettori an Camerarius, 23.07.1568. Eine mögliche Umdatierung würde diesen Brief auch betreffen. Freilich scheint der Abstand beider Briefe zu gering, so dass die Datierung evtl. komplett neu gedacht werden muss.

> US 31.7.22: Das scheint mir nicht nötig. Im Brief vom 23.7. klingt es so, als sei Bassewitz mit dem Buch gerade abgereist, und ein paar Wochen reichen für die Reise aus. Tatsächlich aber ist Viktor Bassewitz samt Buch offenbar schon im Januar gereist (siehe 1253) - es sei denn, er ist zweimal hin- und hergereist, was nicht wahrscheinlich ist. Von daher können beide Briefe auf 1568 bleiben. Das Fehlen der Wienreise könnte ja auch mit Verschwiegenheit in politicis zu tun haben - oder spricht C. zu anderen offen darüber? Das wissen Sie besser als ich.

  • Gegen die Umdatierung spricht die Erwähnung eines über JC II. geschickten Briefes in Camerarius an Vettori, 21.09.1568, der mit diesem hier identisch sein könnte.

> US: Sehe ich auch so. Und der Beginn des 80j. Kr. scheint doch allgemein mit 1568 angesetzt zu werden.]]

Wiedervorlage ja
Bearbeiter Benutzer:MH; Benutzer:HIWI7; Benutzer:VG
Gegengelesen von Benutzer:US
Datumsstempel 31.07.2022
Werksigle OCEp 1252
Zitation Camerarius an Vettori, 15.08.1568, bearbeitet von Manuel Huth, Maximilian Wolter und Vinzenz Gottlieb (31.07.2022), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_1252
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1595
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 488-489
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Pietro Vettori
Datum 1568/08/15
Datum gesichert? nein
Bemerkungen zum Datum Die 15. Mens. Sextil.
Sprache Latein
Entstehungsort Leipzig
Zielort o.O.
Gedicht? nein
Incipit Victor Pasbicius, qui tuas literas una cum libro attulit
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Anlass Achtzigjähriger Krieg (1568-1648);Briefe/Wissenschaftlicher Austausch
Datumsstempel 31.07.2022


Regest

Victor Pasbicius habe ihm Vettoris letzten Brief und das versprochene Buch der libri variarum lectionum vorbeigebracht und angekündigt, er werde auf seinem Rückweg nach Italien noch einmal bei Camerarius Halt machen. Da sich diese Reise aber verschiebe, schicke Camerarius seinen Dank zunächst an seinen Sohn Joachim nach Nürnberg, der ihn dann nach Italien weiterleiten werde. Er danke V. also für das Teilen seiner neuesten Arbeit, bei auch der sein Können hervortrete. C. wünsche sich, dass mehr Leute ihre Disziplinen mit diesen antiken Schriften anstelle ihrer eigenen voranbrächten. Stattdessen müsse man bei der aktuellen Entwicklung Rückschritte fürchten, wobei die Kämpfe mit Wort und Waffe die Situation noch verschärften. Gelehrte wie sie wüssten aus ihrer Lektüre der antiken Klassiker, was in solchen Situationen zu befürchten sei, und man könne bloß zu Gott beten.

Ioachimus Pasbicius sei erkrankt, aber C. habe auch schon gehört, dass er wieder genesen sei. Er solle sich seinen Qualitäten als guter Mensch entsprechend erholen. Er hoffe, dass die Situation bei Vettori gut sei. Auch bei ihm in der Nähe habe es nichts gegeben, über das man sich allzusehr beschweren könne. Allerdings sei ein Krieg in Friesland (Phrysia) ausgebrochen, was Schlechtes erahnen lasse. Auch die Einfälle der Russen (Rossorum) gäben Grund zur Sorge. Lebewohl.

(Maximilian Wolter)