Camerarius an Vettori, 01.04.1552

Aus Joachim Camerarius (1500-1574)
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 Briefdatum
Vettori an Camerarius, 14.07.155214 Juli 1552 JL
Camerarius an Vettori, 05.01.15535 Januar 1553 JL
Camerarius an Vettori, 22.03.156122 März 1561 JL
Werksigle OCEp 1241
Zitation Camerarius an Vettori, 01.04.1552, bearbeitet von Manuel Huth und Maximilian Wolter (08.06.2021), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_1241
Besitzende Institution
Signatur, Blatt/Seite
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1595
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 455-457
Zweitdruck in
Blatt/Seitenzahl im Zweitdruck
Sonstige Editionen
Wird erwähnt in
Fremdbrief? ja
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Pietro Vettori
Datum 1552/04/01
Datum gesichert? ja
Bemerkungen zum Datum Cal. April.
Unscharfes Datum Beginn
Unscharfes Datum Ende
Sprache Latein
Entstehungsort o.O.
Zielort o.O.
Gedicht? ja
Incipit Amavi studium et beneficam naturam tuam iampridem
Link zur Handschrift
Regest vorhanden? ja
Paratext ? ja
Paratext zu
Kurzbeschreibung
Anlass
Register
Handschrift unbekannt
Bearbeitungsstand unkorrigiert
Notizen
Wiedervorlage ja
Bearbeiter Benutzer:MH; Benutzer:HIWI7
Gegengelesen von
Datumsstempel 8.06.2021
Werksigle OCEp 1241
Zitation Camerarius an Vettori, 01.04.1552, bearbeitet von Manuel Huth und Maximilian Wolter (08.06.2021), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_1241
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1595
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 455-457
Wird erwähnt in
Fremdbrief? ja
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Pietro Vettori
Datum 1552/04/01
Datum gesichert? ja
Bemerkungen zum Datum Cal. April.
Sprache Latein
Entstehungsort o.O.
Zielort o.O.
Gedicht? ja
Incipit Amavi studium et beneficam naturam tuam iampridem
Regest vorhanden? ja
Paratext ? ja
Datumsstempel 8.06.2021


Regest

Schon lange bewundere Camerarius Vettoris Ausgaben und Emendationen von Cicero und seine überragende Menschlichkeit. Er stehe in dieser Hinsicht deutlich besser da als viele andere Gelehrte, die sich in ihrer Selbstverliebheit missgünstig gegenüber den Leistungen anderer verhielten.

Erst jetzt komme er dazu, ihm einen Brief zu schreiben, weil er durch viele Tätigkeiten und Verpflichtungen abgehalten wurde. Je länger er es herausgezögert habe, desto schwieriger sei das Unterfangen geworden. Bei den Ereignissen in Deutschland in den letzten Jahren sei es fast sogar ein Wunder, dass sich überhaupt noch jemand um Literatur bemühe. Denn Ruhe und Frieden sei für Gelehrte essentiell, wie auch Pindar schon gemeint habe (Φιλόφρον Ἡσυχία, Δίκας / ὦ μεγιστόπολι θύγατερ, Pythia, 8, 1f). Jetzt seien die „Gärten“ der Intellektuellen aber wie von Wildschweinen durchwühlt und somit die Ruhe zerstört. Wie die Medea in Euripides hoffe er auf göttlichen Beistand (<Ζεῦ, μὴ λάθοι σε> τῶνδ’ ὃς αἴτιος κακῶν, Medea 332). Er gelobe, in Zukunft zu versuchen, diese Situation eher zu akzeptieren als sich ihr fruchtlos entgegenzusetzen. Noch schlimmer sei, dass dies nicht einmal das Ende dessen darstelle, was Deutschland noch zu fürchten habe. Es bleibe nichts, als auf die Hilfe Gottes zu hoffen ohne dabei in sinnloses Klagen zu verfallen.

Durch Vettoris Cicero-Studien erhoffe sich Camerarius neue, schwer erhoffte Erkenntnisse in der Literaturwissenschaft. Außerdem wüsste er gerne, was Vettori jetzt tue. Er habe diesen Brief an einige bestrebte junge Männer weitergegeben. Empfehlung derselben. Lebewohl.

(Maximilian Wolter)