Camerarius an Leonhart Fuchs, 12.09.1553

Aus Joachim Camerarius (1500-1574)
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 Briefdatum
Camerarius an Leonhart Fuchs, 27.07.155127 Juli 1551 JL

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Werksigle OCEp 0744
Zitation Camerarius an Leonhart Fuchs, 12.09.1553, bearbeitet von Manuel Huth und Ulrich Schlegelmilch (02.02.2021), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_0744
Besitzende Institution
Signatur, Blatt/Seite
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1583
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 338-339
Zweitdruck in
Blatt/Seitenzahl im Zweitdruck
Sonstige Editionen
Wird erwähnt in
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Leonhart Fuchs
Datum 1553/09/12
Datum gesichert? ja
Bemerkungen zum Datum Jahr ermittelt (prid. Id. VIIbris (o.J.)); s. Anm.
Unscharfes Datum Beginn
Unscharfes Datum Ende
Sprache Latein
Entstehungsort Bad Wildbad
Zielort Tübingen
Gedicht? nein
Incipit Opera data a me est, istuc ut reverti possem
Link zur Handschrift
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Paratext zu
Kurzbeschreibung
Anlass
Register
Handschrift unbekannt
Bearbeitungsstand korrigiert
Notizen
Wiedervorlage ja
Bearbeiter Benutzer:MH; Benutzer:US
Gegengelesen von Benutzer:JS; Benutzer:US
Datumsstempel 2.02.2021
Werksigle OCEp 0744
Zitation Camerarius an Leonhart Fuchs, 12.09.1553, bearbeitet von Manuel Huth und Ulrich Schlegelmilch (02.02.2021), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_0744
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1583
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 338-339
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Leonhart Fuchs
Datum 1553/09/12
Datum gesichert? ja
Bemerkungen zum Datum Jahr ermittelt (prid. Id. VIIbris (o.J.)); s. Anm.
Sprache Latein
Entstehungsort Bad Wildbad
Zielort Tübingen
Gedicht? nein
Incipit Opera data a me est, istuc ut reverti possem
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Datumsstempel 2.02.2021


Anmerkung zur Datierung

Camerarius' Schreiben bezieht sich auf Fuchs' Brief vom 5.9.1553 (Erlangen, UB, Trew L. Fuchs 19).

Regest

C. habe sich alle Mühe gegeben, (nach Tübingen) zurückzukehren, doch habe seine Reiseplanung (ratio itineris) einen neuerlichen Umweg nicht zugelassen. In Gedanken sei er stets bei ihnen. (Unklar:) In F.s Brief (vom 5.9.1553; s. Anmerkung zur Datierung) sei alles über (Simon) Titius Gesagte deutlich erklärt. C. dränge es, seine Dienstfertigkeit gegenüber F. und den Seinen zu betonen.

Was F. über C.s "oratiuncula" (die Gedenkrede auf Moritz von Sachsen) schreibe, enthalte nichts Neues. C. habe dies alles vorausgesehen und -bedacht. Er bereue die Arbeit weiterhin nicht, da er sie der Person (sc. Moritz von Sachsen) und dem Anlaß geschuldet habe. Streit habe er dabei nicht gesucht, schließlich sei es um Lob, nicht um Verteidigung gegangen. Er habe das ihm Bekannte schlicht dargestellt, nicht ohne seinen Schmerz zu betonen; was andere dächten und sagten, berühre ihn wenig. Besondere Menschen zögen nun einmal Neid auf sich, allerdings habe er gehofft, daß man bei einem Toten davor zurückschrecken werde: Schon in Athen habe die Regel gegolten, nicht denjenigen zu beschimpfen, der bereits am Boden liege. Letztlich hoffe er, mit seinem Tun den Gutwilligen gefallen zu haben, so wie er es bei F. feststelle. Daß man den Gelehrten verlache, stehe im übrigen schon bei Epiktet. F. möge also den C. wohlgesonnenen Kollegen seinen Dank und die Bitte um Erhaltung ihrer Gunst übermitteln.

(Ulrich Schlegelmilch)

Hinweise und Links