Camerarius an Languet, 09.03.1567

Aus Joachim Camerarius (1500-1574)
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 Briefdatum
Languet an Camerarius, 29.01.156729 Januar 1567 JL
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Languet an Camerarius, 23.10.156623 Oktober 1566 JL
 Briefdatum
Languet an Camerarius, 21.03.156721 März 1567 JL
Languet an Camerarius, 27.05.156727 Mai 1567 JL
Languet an Camerarius, 15.07.156715 Juli 1567 JL
Werksigle OCEp 1129
Zitation Camerarius an Languet, 09.03.1567, bearbeitet von Manuel Huth (14.03.2021), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_1129
Besitzende Institution
Signatur, Blatt/Seite
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1595
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 283-284
Zweitdruck in
Blatt/Seitenzahl im Zweitdruck
Sonstige Editionen
Wird erwähnt in
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Hubert Languet
Datum 1567/03/09
Datum gesichert? nein
Bemerkungen zum Datum A. D. 9. Martii 67
Unscharfes Datum Beginn
Unscharfes Datum Ende
Sprache Latein
Entstehungsort Leipzig
Zielort o.O.
Gedicht? nein
Incipit De Ludovico filio meo
Link zur Handschrift
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Paratext zu
Kurzbeschreibung
Anlass
Register Politische Neuigkeiten; Pest (Leipzig); Belagerung Gothas (1566-1567); Grumbachsche Händel (1567)
Handschrift unbekannt
Bearbeitungsstand validiert
Notizen
Wiedervorlage ja
Bearbeiter Benutzer:MH
Gegengelesen von Benutzer:US
Datumsstempel 14.03.2021
Werksigle OCEp 1129
Zitation Camerarius an Languet, 09.03.1567, bearbeitet von Manuel Huth (14.03.2021), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_1129
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1595
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 283-284
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Hubert Languet
Datum 1567/03/09
Datum gesichert? nein
Bemerkungen zum Datum A. D. 9. Martii 67
Sprache Latein
Entstehungsort Leipzig
Zielort o.O.
Gedicht? nein
Incipit De Ludovico filio meo
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Register Politische Neuigkeiten; Pest (Leipzig); Belagerung Gothas (1566-1567); Grumbachsche Händel (1567)
Datumsstempel 14.03.2021


Regest

Was seinen Sohn Ludwig betreffe, so habe er die ganze Verantwortung an dessen Bruder Joachim abgegeben und ihm mitgeteilt, dass er alles billigen werde, was Ludwig getan habe. Aus den Briefen, die Camerarius von Ludwig und Joachim erhalten hatte, habe er bisher aber nicht genau ersehen können, was die beiden untereinander beschlossen hätten. Er bezweifle aber, dass Ludwig noch (in Paris?) sei, oder überhaupt noch in Frankreich. Sollte er aber immer noch bei Languet sein, so werde sich Languet sicherlich gut um seinen Sohn kümmern, auch wenn Camerarius ihm nichts über Ludwig geschrieben hatte. Sollte Ludwig aber zu Camerarius zurückkehren, so müsse man dann über den weiteren Verlauf seines Lebens nachdenken.

Camerarius plane, in die Heimat (nach Bamberg) zu reisen. Sollte der Plan aufgehen, könnten Languets Briefe ihn in Nürnberg erreichen. Der Krieg in Thüringen werde mit einem solchen Aufwand, solch aufgebrachten Gemütern und einem solchen Parteienhader geführt, dass sich sogar tapferere Leute als Camerarius vor seinem Ausgang fürchteten. Die Belagerung Gothas werde mit allen Kräften vorangetrieben, aber die Gegner leisteten heftigen Widerstand, wie es heiße. Man habe vergeblich gehofft, dass sich die Truppen ergeben würden und sich eine Belagerung vermeiden ließe.

(In Leipzig) gehe die Seuche langsam zurück. Dennoch sei Unruhe durch die unangemessenen Handlungen einiger Leute entstanden, die nach Camerarius' Meinung weder zur rechten Zeit noch auf die rechte Art ausgeführt wurden. Alles hänge vom rechten Zeitpunkt ab, und nicht für alle schicke sich dasselbe. Aber darüber würden sicherlich andere klarer und ausführlicher schreiben; Camerarius sei dies unangenehm. Das Ereignis habe ihn sehr verwirrt.

Lebewohl.

(Manuel Huth)