Camerarius an Languet, 05.03.1570

Aus Joachim Camerarius (1500-1574)
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 Briefdatum
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 Briefdatum
Languet an Camerarius, 23.03.157023 März 1570 JL
Camerarius an Languet, 26.03.157026 März 1570 JL
Languet an Camerarius, 04.04.15704 April 1570 JL
Werksigle OCEp 1136
Zitation Camerarius an Languet, 05.03.1570, bearbeitet von Manuel Huth (16.01.2020), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_1136
Besitzende Institution
Signatur, Blatt/Seite
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1595
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 292-293
Zweitdruck in
Blatt/Seitenzahl im Zweitdruck
Sonstige Editionen
Wird erwähnt in
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Hubert Languet
Datum 1570/03/05
Datum gesichert? ja
Bemerkungen zum Datum
Unscharfes Datum Beginn
Unscharfes Datum Ende
Sprache Latein
Entstehungsort Leipzig
Zielort o.O.
Gedicht? nein
Incipit De te iamdudum nihil audiebamus, neque sciebamus
Link zur Handschrift
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Paratext zu
Kurzbeschreibung
Anlass
Register
Handschrift unbekannt
Bearbeitungsstand validiert
Notizen
Wiedervorlage ja
Bearbeiter Benutzer:MH
Gegengelesen von Benutzer:US
Datumsstempel 16.01.2020
Werksigle OCEp 1136
Zitation Camerarius an Languet, 05.03.1570, bearbeitet von Manuel Huth (16.01.2020), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_1136
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1595
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 292-293
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Hubert Languet
Datum 1570/03/05
Datum gesichert? ja
Sprache Latein
Entstehungsort Leipzig
Zielort o.O.
Gedicht? nein
Incipit De te iamdudum nihil audiebamus, neque sciebamus
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Datumsstempel 16.01.2020


Regest

Camerarius habe lange nichts von Languet gehört und nicht gewusst, wo er sich aufhalte. Er hatte allerdings vermutet, dass er in Straßburg sei. Und so habe er seinen auf die Frankfurter Messe reisenden Freund Guichet nicht ohne einen Brief an Languet weggehen lassen wollen, den dieser sicherlich zustellen werde.

Hoffentlich gehe es Languet gut, denn Camerarius sehe ja, wie das Geschick des ganzen Staates sei. Zweifellos wisse Languet bereits, dass der sächsische Hof wegen des Todes des im letzten Jahr geborenen Sohnes (August) trauere - sei es, dass Languet durch Briefe von Freunden oder Gerüchte davon erfahren habe. Es hieß, Kurfürst August sei gerade in Prag beim Kaiser (Maximilian) gewesen. Es habe eine Versammlung der Stände in NN. (s. Anm.) gegeben, zu der einige bedeutende Männer aus dem Kurfürstentums Sachsen geschickt wurden, um sich über die schamlose Rücksichtslosigkeit einiger Personen bei dem Fürsten (nicht genannt) zu beschweren. Man habe sie endlich vorgelassen und angehört, aber vermutlich noch keinen Bescheid erteilt, und wahrscheinlich werde die Schuld auf andere abgeschoben, wie es ja Leute dieser Art täten.

Hier (in Leipzig) stünden die Dinge noch fast beim alten.

Camerarius' Gesundheitszustand sei - in Anbetracht seines fortgeschrittenen Alters und seiner chronischen Nephritis - noch recht erträglich oder sogar gut, vorausgesetzt, man könne einen mäßig schlechten Zustand als gut bezeichnen. Languet solle schreiben, wie es ihm ergehe. Bekundung seines Wohlwollens gegenüber Languet.

Lebewohl.

(Manuel Huth)

Anmerkungen

  • "eine Versammlung der Stände": Der Ort wurde für den Druck verschleiert.