Camerarius an Karlowitz, 01.(?)1569

Aus Joachim Camerarius (1500-1574)
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 Briefdatum
Camerarius an Karlowitz, 17.12.156817 Dezember 1568 JL
Camerarius an Karlowitz, 05.12.15685 Dezember 1568 JL
Camerarius an Karlowitz, 30.10.156830 Oktober 1568 JL
 Briefdatum
Camerarius an Karlowitz, 01.(?)1569Januar 1569 JL
 Briefdatum
Camerarius an Karlowitz 29.01.156929 Januar 1569 JL
Camerarius an Karlowitz, 29.03.156929 März 1569 JL
Camerarius an Karlowitz, 06.07.15696 Juli 1569 JL
Werksigle OCEp 0541
Zitation Camerarius an Karlowitz, 01.(?)1569, bearbeitet von Manuel Huth, Torsten Woitkowitz und Michael Pöschmann (25.03.2022), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_0541
Besitzende Institution
Signatur, Blatt/Seite
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1583
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 101
Zweitdruck in
Blatt/Seitenzahl im Zweitdruck
Sonstige Editionen
Wird erwähnt in
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Christoph von Karlowitz
Datum 1569-01
Datum gesichert? nein
Bemerkungen zum Datum
Unscharfes Datum Beginn
Unscharfes Datum Ende
Sprache Latein
Entstehungsort Leipzig
Zielort o.O.
Gedicht? nein
Incipit Quo minus ipse quoties cupio
Link zur Handschrift
Regest vorhanden? ja
Paratext ? ja
Paratext zu
Kurzbeschreibung
Anlass
Register Biographisches (Krankheit)
Handschrift unbekannt
Bearbeitungsstand validiert
Notizen
Wiedervorlage ja
Bearbeiter Benutzer:MH; Benutzer:TW; Benutzer:HIWI4
Gegengelesen von
Datumsstempel 25.03.2022
Werksigle OCEp 0541
Zitation Camerarius an Karlowitz, 01.(?)1569, bearbeitet von Manuel Huth, Torsten Woitkowitz und Michael Pöschmann (25.03.2022), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_0541
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1583
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 101
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Christoph von Karlowitz
Datum 1569-01
Datum gesichert? nein
Sprache Latein
Entstehungsort Leipzig
Zielort o.O.
Gedicht? nein
Incipit Quo minus ipse quoties cupio
Regest vorhanden? ja
Paratext ? ja
Register Biographisches (Krankheit)
Datumsstempel 25.03.2022


Entstehungsort ermittelt.

Hinweise zur Datierung

Der Brief wurde vielleicht Anfang 1569 geschrieben. An wichtigen Verhandlungen, die Camerarius 1569 direkt oder indirekt berührten, gab es nur die Religionsverhandlungen in Wien 1568/69 sowie das Altenburger Religionsgespräch vom 21.10.1568 bis 09.03.1569 (vgl. OCEp 1115, OCEp 0924). Vgl. die ähnlichen Gedanken des Karlowitz in einem Brief vom 04.02.1569 aus Zeitz an Crato: Karlowitz hat Cratos am 6. Januar geschriebenen Brief hier in Zeitz erhalten, wo er zu tun hat. Chyträus ist nun am Wiener Hof. Was aus dem Geschäft mit so großem Gewicht wird, an dessen Fortschritt und Ende der große Teil des christlichen Erdkreises seine Augen richtet, … erwarten Camerarius und Karlowitz nicht ohne Beunruhigung. Das Altenburger Religionsgespräch in der Nachbarschaft wird jetzt fortgesetzt, aber bis jetzt ohne sicheren Erfolg. Und wie es aussieht, scheint es nicht ohne Streitereien und größere Zerwürfnisse der Kirchen auszugehen. Vgl. https://www.aerztebriefe.de/id/00010233 und F. A. Gillet: Crato von Crafftheim und seine Freunde: Ein Beitrag zur Kirchengeschichte, Teil 2, Frankfurt (Main) 1861, Seite 502f. Camerarius wollte nach seiner Rückkehr aus Wien Karlowitz persönlich über den Fortgang der Religionsverhandlungen in Wien berichten (vgl. OCEp 0538). Das könnte zur Neujahrsmesse (03.01.-16.01.) gewesen sein. Vielleicht ist Karlowitz aber auch auf seiner Reise nach oder von Zeitz durch Leipzig gekommen. Im Februar/März 1569 war Karlowitz wieder in Wien (vgl. OCEp 1133, OCEp 0924). Die Mitteilung passt zu den zunächst ergebnislos gebliebenen Verhandlungen in Wien, wobei nun der Rostocker Theologieprofessor David Chyträus die Verhandlungen weiterführen sollte, der dem flacianischen Lager zugerechnet wurde.

(Torsten Woitkowitz)

Regest (von Torsten Woitkowitz)

(1) Trotz seiner Nierenbeschwerden bittet C. K. wieder um Hilfe.

(2) C. hatte vorgestern mit K. über wichtige Verhandlungen gesprochen, die nach den nun verbreiteten Meldungen nach dem schlechten Anfang ein noch schlechteres Ende befürchten lassen.

(3) Deswegen schickt C. seinen Schwiegersohn (Caspar Jungermann I.?) zu K., um seine Ansicht und Bitte vorzutragen und nach Hilfe in diesem gegenwärtigen Übel zu suchen, wofür K. nach seinen Möglichkeiten sorgen möge.

(Torsten Woitkowitz)

Anmerkungen

Bei dem Schwiegersohn dürfte es sich eher um den Juristen Caspar Jungermann I. handeln. Zum einen lebte Jungermann, seit 1560 mit Ursula Camerarius verheiratet, in Leipzig und nicht in Wittenberg wie Esrom Rüdinger, war also in der Nähe, wobei freilich auch Rüdinger besuchsweise in Leipzig gewesen sein könnte. Zum anderen war Jungermann aber über Verlauf und Inhalt der Reise nach Wien informiert, wie 8 Briefe von Camerarius an Jungermann bezeugen, 3 Briefe von der Reise nach Wien sowie 5 aus Wien (vgl. Kopenhagen, Det Kongelige Bibliotek, Thott 503, Nr. 7, 15, 14 sowie Nr. 3, 2, 1, 18, 4).

(Torsten Woitkowitz)