Camerarius an Heresbach, 10.01.1567

Aus Joachim Camerarius (1500-1574)
Wechseln zu: Navigation, Suche


Diese Seite ist noch nicht bearbeitet und endkorrigiert.
Chronologisch vorhergehende Briefe
Chronologisch folgende Briefe
kein passender Brief gefunden

kein passender Brief gefunden

Werksigle OCEp 0582
Zitation Camerarius an Heresbach, 10.01.1567, bearbeitet von Manuel Huth und Alexander Hubert (27.03.2020), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_0582
Besitzende Institution
Signatur, Blatt/Seite
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1583
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 165-167
Zweitdruck in
Blatt/Seitenzahl im Zweitdruck
Sonstige Editionen
Wird erwähnt in
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Conrad Heresbach
Datum 1567/01/10
Datum gesichert? ja
Bemerkungen zum Datum die 10 M. Ianuar. 67
Unscharfes Datum Beginn
Unscharfes Datum Ende
Sprache Latein
Entstehungsort Leipzig
Zielort o.O.
Gedicht? nein
Incipit Superioris anni vere toto et aestatis parte
Link zur Handschrift
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Paratext zu
Kurzbeschreibung
Anlass
Register
Handschrift unbekannt
Bearbeitungsstand unkorrigiert
Notizen
Wiedervorlage ja
Bearbeiter Benutzer:MH; Benutzer:HIWI
Gegengelesen von
Datumsstempel 27.03.2020
Werksigle OCEp 0582
Zitation Camerarius an Heresbach, 10.01.1567, bearbeitet von Manuel Huth und Alexander Hubert (27.03.2020), in: Opera Camerarii Online, http://wiki.camerarius.de/OCEp_0582
Ausreifungsgrad Druck
Erstdruck in Camerarius, Epistolae familiares, 1583
Blatt/Seitenzahl im Erstdruck S. 165-167
Fremdbrief? nein
Absender Joachim Camerarius I.
Empfänger Conrad Heresbach
Datum 1567/01/10
Datum gesichert? ja
Bemerkungen zum Datum die 10 M. Ianuar. 67
Sprache Latein
Entstehungsort Leipzig
Zielort o.O.
Gedicht? nein
Incipit Superioris anni vere toto et aestatis parte
Regest vorhanden? ja
Paratext ? nein
Datumsstempel 27.03.2020


Regest

Im letzten Jahr sei Camerarius den ganzen Frühling und einen Teil des Sommers in seiner Heimat gewesen und habe bei seiner Rückkehr hierher unter anderem einen Brief von Heresbach vorgefunden, der in einiger Sorge verfasst worden sei. Am Verfassen seiner Antwort habe ihn manches gehindert, unter anderem, dass niemand den Brief hätte überbringen können.
Nun habe Reinbold Kreitfisch sich erboten, den Brief an Heresbach zu überbringen; Camerarius habe ihm jenen bereits einmal empfohlen. So habe Camerarius nun das Schreiben der Antwort nicht länger aufschieben wolle, wenn er auch momentan zu beschäftigt sei, um sie stilistisch auszufeilen. Denn während nach und nach die Furcht von einer Seuche nachlasse, die die Stadt befallen habe, habe sie plötzlich der Schrecken eines schweren und gefährlichen Krieges befallen. Furcht und Angst hielten sie gepackt, während man die Zukunft fürchte und erkenne, dass die Versammlungen geschwächt würden (nostras congregationes labefactari). Er bete zu Gott, der alleine Hilfe bringen könne.
Doch zu Heresbachs Klage: Camerarius bedauere, dass der sich in seinem Alter mit diesen Dingen herumärgern müsse, denn in jüngeren Jahren wäre er gewiss damit leichter fertiggeworden. Dennoch bitte Camerarius ihn, diese Krankheit auszumerzen, oder ihr zumindest so wenig Raum wie möglich zu lassen. Heresbachs Ruf könnten diese Gerüchte nicht schaden, die sich bereits in vielen Büchern finden. Wie viele hätten Camerarius' Plautus kommentiert? Nichts davon habe ihn bewegt. Im Gegenteil pflege er dem jugendlichen Ungestüm zu verzeihen.
Wenn aber doch sie beide - denn er schließe sich Heresbach an -, die sie ja in der Wissenschaft schon einigen Ruhm erworben hätten, vom jugendlichen Eifer übertroffen würden, so sollten sie sich nicht grämen, sondern sich freuen, wünschten sie doch das Beste für die nachfolgenden Generationen.
Doch er rede zu viel über eine unbedeutende Angelegenheit, die Heresbach aber wohl dennoch sehr getroffen habe, wie ihm scheine. Der solle gewiss sein, Camerarius sorge für dessen Ruf und sei bereit, das laut zu verkünden. Und da Heresbach eine hohe Meinung von ihm habe, werde Camerarius sich alle Mühe geben, ihn nicht zu enttäuschen.
Lebwohl.

(Alexander Hubert)